Bodenarbeit reloaded

Bodenarbeit reloaded

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Eigentlich müßte da nun Bodenarbeit 3 stehen, aber da Gladur und ich uns neu zusammenfinden, ist vielleicht 2.0 besser. *g* Oder eben reloaded.
Gladur und ich sind noch in der Eingewöhnungsphase, obwohl wir uns schon sehr gut verstehen, haben wir bisher keine “ernsthafte” Arbeit gemacht, sondern ganz zwanglos uns gegenseitig ausgetestet. Hauptsächlich versuche ich mein Feintuning an seine superfeinen Reaktionen anzupassen und damit es dabei keine Dramen gibt, machen wir bisher nur Dinge ohne großes Konfliktpotential.

Deshalb sind wir momentan bei Dingen wie Halten, Rückwärts und Vorhandswendung in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (mit Kommando und annehmen des Führseils oder nur auf Stimmkommando, nur auf Körpersprache), Tempiwechsel in Schritt und Trab sowie ersten Seitengängen an der Hand. Gladur kann das alles, aber durch seine Sensibilität muss ich mich einfühlen, damit ich genau die richtige Hilfe in der richtigen Stärke zur richtigen Zeit gebe. Es ist zwar toll mit einem Pferd zuarbeiten, dass schon reagiert während man noch an die Lektion denkt, aber eben auch sehr anspruchsvoll für mich.
Gebe ich ein mißverständliches Signal ist er allerdings ziemlich freundlich in der Ablehnung der Hilfe, denn meistens bleibt er dann einfach stehen und guckt mich an. *g* Das könnte genauso gut auch heftig ausfallen.
Bisher waren wir nur am Stallhalfter unterwegs, aber da er ständig von sich aus Stellung anbietet und die bisweilen auch übertreibt, werde ich, sobald ich wieder vernünftig laufen kann, auf ein anderes Kopfstück wechseln. Trense spare ich mir noch auf, ein Kappzaum wird der nächste Schritt.
Außerdem waren wir auch noch nicht im Roundpen- hauptsächlich aus zwei Gründen- Gladur neigt zum Rennen wenn er sich unter Druck gesetzt fühlt, was durch ungenaue Hilfen ja durchaus noch mal passieren kann und im Roundpen kann er mir nicht ausweichen.waelzen04-300x204_web
Und damit sind wir schon beim zweiten Grund. Ich selber mag keine Roundpens, ich fühle mich darin nicht wohl und ich mag auch nicht wirklich, das das Pferd keine Ecken als Rückzug hat (was der Sinn des Roundpens ist, ich weiß…)
Allerdings wächst man ja an seinen Aufgaben und deshalb werde ich, sobald ich wieder springen und laufen kann, mich mal an dieser Idee zur Freiarbeit orientieren- die macht mir nämlich Spaß und vielleicht macht sie auch den Roundpen zu einem guten Ort für mich und Gladur: http://www.wege-zum-pferd.de/artikel/freiarbeit/

Aufbauend an die geführte Kappzaumarbeit folgt dann auch Longieren, das haben wir schon erfolgreich am Bodenarbeitsseil angetestet. Außerdem machen wir immer ein paar Dehnübungen, die mal in Richtung Zirzensik wachsen können und wenn Stangen und Kegel rumliegen, dann nutzen wir die auch sehr gern. Ich versuche immer oft zwischen Arbeit nah am Pferd, mit kurzer Leine und direkter Hilfengebung am Pferd und freier Arbeit (am ganz langen Seil, wenn noch andere Reiter da sind oder halt ganz ohne Alles) zuwechseln und nutze beides auch passend zu seiner Tagesform, manchmal fühlt er sich ganz frei einfach besser und arbeitet dann auch motivierter mit.

Und es ist dann wirklich wunderbar, wenn das Pferd überall hin folgt, auf Fingerzeig abwendet oder rückwärts weicht und mittlerweile auch eine Vorhandwendung macht, wenn ich neben ihm stehe und selber eine solche Wendung andeute. Motiviert ist er eigentlich immer, meistens sogar ein bißchen zu sehr, dann muss man sich viele neue spannende Dinge ausdenken, damit er sich nicht langweilt.

Teppich ausrollen und Podest stehen auch ganz oben auf meinem Plan, aber zumindest fürs Podest muss auch erstmal das Knie (meins) heil sein.

Und wenn sich mal keiner von uns konzentrieren kann, dann gehen wir spazieren. Das ist dann übrigens mit Abstand Gladurs Lieblingsaufgabe. *g*
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English Summary:
Here we are with ground work reloaded- theoretically it would be ground work 3, but heck, new horse -entirely new beginning. Just my ideas about it remain.
Gladur and me are still in the phase of getting used to eachother and so we are going slow, nothing “serious” attempted, yet. Instead I am working on my own finetuning, so that I can learn to have just the right intensity for a signal when required.

Which means that we are mostly at the basics as halting, walking backwards correctly, turning around the forehand with varying levels of difficulty (with use of the leadline, just on command or fully at liberty), tempo-variations in walk and trot and beginning with lateral work when all went well until then in work.
So far, we have used a simple everyday halter, so that miscommunication wouldn’t have too grave effects, but by now we both seem to be looking for a finer means of connection, so it will be the cavesson, soon.

Gladur is fully schooled in all those lessons and trainings, so we are working at my pace, because I am very eager to be as less bothersome as possible for him, but he is a comparatively forgiving teacher. When something sounds weird to him, he just stops and gives me The Look.
Still it is both a delightful relevation and a daunting task to work with a horse that is already reacting while you still think about the next lesson.

What we didn’t try yet, is the Roundpen, mostly because he is not comfortable with pressure and wrong signals easily can cause that for him and I am still learning. And second because I am not comfortable with the concept of the roundpen. The horse has no chance to escape confrontation of any kind in a corner. So my plan to avoid any unpleasant things happening in there is to play at liberty in there at first and when we have established it as funspot, then we can attempt some work.

When I get started with the cavesson, something else I will do is longeing him correctly, we had a few nice attempts on the long rope for ground works, but this rope is not long enough for longer work, the circle would be too small.
For keeping work interesting, we always add some stretching excerises, or incoorporate pylons and poles into work. Also, I try to change often between inhand working close to the horse and on the long line or fully at liberty.

And there is nothing more wonderful than a horse that follows everywhere without a halter on, turns or moves backwards when I point my finger or turns around the forehand when I stand next to his shoulder and do the same. No strings attached. No “special” whips, sticks or equipment and stuff needed. Just good communication. (And occassional carrot slices *g*)

Often I decide for one of the variations based on his daily form, and thusly get an always motivated horse, sometimes even slightly overeager. *g*

Next playful “tricks” to come are unrolling of the carpet (to find a treat) and climbing the pedestal – but for the latter, I must fully heal my knee first, for I have an inkling that he’ll do the latter with verve and then I have to make room on top of it quickly, LOL!!

And when none of us can think straight, we go for a walk. And that is by far Gladur’s most favourite task!

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