Der Herbst kommt

Der Herbst kommt

Heute ist Tag 6 mit Tablette. 

Heute war Glaður mal nicht so extrem”an”, aber es war ja auch morgens und er ist kein Frühaufsteher, sondern eher so wie ich. Wir sind eher nachmittags in Topform. 

Trotzdem beobachte ich natürlich gespannt und mir fallen schon ein paar Sachen auf, die ggf. auf die Tabletten zurückzuführen sind.

Seit drei Tagen läuft wunderbar der dünnflüssige Schleim ab, der sich auf Grund seiner COB immer wieder bildet. Es macht den Anschein, als hätte ich ihm etwas dafür gegeben, habe ich aber nicht.

Die Äppel sind im Moment recht feucht, aber noch gut geformt, vorgestern rochen sie etwas streng, was dafür spricht das sich da im Stoffwechsel drinnen gerade was tut.

Gestern war er schon eher uninteressiert an den neuen Heunetzen, er wirkte aber satt und zufrieden. Heute morgen ebenso. Er wollte lieber kuscheln oder gemütlich in die Ferne schauen oder in der Sonne rumträumen. Wenn das anhält, ist DAS neu. 😂

Normalerweise kommt er ja immer angeschwirrt und sichert sich erstmal das beste Netz. Heute (und gestern auch schon) hatte er aber gar kein Problem damit stattdessen mit mir mitzukommen. Ganz ohne quengeln. Sehr ungewohnt. 

In der Arbeit war er dann angemessen motiviert, mit einem kleinen Durchhänger in der Mitte, aber das ist zur Fellwechselzeit ganz normal.  Da so langsam der Herbst herankommt, sind die Nächte schon reichlich frisch und Glaður ist dann morgens in den Knochen etwas eingerostet. Nachmittags merkt man ihm davon nichts mehr an, aber gestern morgen war er zum Beispiel bemüht, aber ihm gelangen komfortabel doch eher nur kürzere Schritte. 

Darum habe ich heute einmal etwas ausprobiert, was je nach Tagesform und Wetterlage bestimmt zum Wohlfinden beitragen dürfte- Aufwärmen mit einer Nierendecke auf. 

Gladur mit Nierendecke

Das hat ihm sehr gut gefallen. Normalerweise wird er im Sand (nicht sein bevorzugter Untergrund) bei kühlem Morgen gerne gleich staksig, vorallem wenn er mal wieder nicht genug innere Ruhe für entspannten Schritt hat. 

Heute mit der Decke ging er sofort sehr entspannt, trat gleich weit unter und schnaubte sogar schon im Schritt ab. Nach dem Abnehmen der Decke sah der Trab auch sehr gut aus. 

Die Decke wird uns also sicherlich noch öfter gute Dienste leisten. 

Alte Pferde die Zweite- wissen wann es genug ist

Alte Pferde die Zweite- wissen wann es genug ist

Bei alten Pferden nimmt genau wie bei alten Menschen irgendwann langsam die Kraft ab, Dinge fallen schwerer, die Ausdauer lässt nach. Oder manchmal geht es auch ganz schnell, ein Sturz, eine Verletzung, eine Krankheit und danach wird es nie wieder wie vorher. 

Es liegt dann in unserer Verantwortung zu entscheiden, wieviel das Pferd noch tun muss, noch tun kann. Kann es noch kleine Ausritte machen? Kann es noch ein bißchen auf dem Platz geritten werden? Kann es noch einen erwachsenen Reiter tragen – und dazu zähle ich auch nur mal draufsitzen, auch das ist unter Umständen schon zu viel, wenn Muskeln fehlen oder Knochen nicht mehr wollen. 

Es ist sicherlich einfacher, wenn das Pferd zuvor erkrankt war, denn während der Gesundung wird es sowieso nicht reitbar gewesen sein. Danach dann nur noch mit leichtem Programm oder gar nicht mehr einzusteigen ist relativ leicht.

Schwieriger ist es, wenn allmählich die Kräfte schwinden, oder eine chronische Krankheit immer mal den Anschein erweckt, das wieder alles ganz gut wie früher ist- wo finde ich den Übergang aus der vollen Arbeit zum Rentnerprogramm. Kann ich das langsam machen oder muss es tatsächlich plötzlich gehen? Wann ist es Zeit gar nicht mehr aufzusteigen? 

Das sind schwere Fragen, die aber wichtig sind. Das Pferd hat viele Jahre für uns (oder andere) mehr oder weniger brav seinen Dienst getan. Somit liegt es an uns, ihm dann, wenn das Leben beschwerlicher wird, das Arbeitsleben leicht zu machen oder es bei Bedarf in Rente zu schicken.

Das ist ja nichts schlimmes, denn es bedeutet nicht, das das Pferd irgendwo abgeschoben rumsteht, es bedeutet nur, das es keine Arbeit mehr leisten muss, sondern nur noch ein wenig gesunderhaltende Gymnastik macht, spazieren geht, spielt und betüddelt wird. 

Auch hier ist es wieder leicht, wenn das Pferd Schmerzen hat und/oder lahmt, muskulär sehr abgebaut hat und kraftlos ist. Da gibt es nichts zu diskutieren, diese Pferde gehören in Rente. Sie müssen niemanden mehr herumtragen. Auch nicht kurz, einfach mal draufsitzen. Jedes extra Kilo ist eins zuviel für deren verbrauchte Körper.

Das muss allerdings der Mensch erkennen und auch so fair sein, es umzusetzen, denn die meisten Pferde werden auch unter Schmerzen ihren Menschen “ertragen”. Wer sein Tier gern hat, wird da aber nicht lange überlegen und gerne verzichten.

Das allmählich alternde Pferd, was noch fit auf den Beinen ist und auch noch Muskulatur besitzt, die leichte Arbeit mit Reiter ermöglicht, ist da ein anderer Fall. Hier kann man oft noch eine lange Zeit schonend weiterreiten. Oder man entscheidet sich bewusst für den aktiven Ruhestand und arbeitet das Pferd hauptsächlich vom Boden, wenn zum Beispiel der Rücken nicht mehr so fit ist. 

Aber auch hier bedarf es eines Pferdebesitzers, der das Wohl des Tieres vor seinem eigenen Spaß und Wünschen kommen lässt und realistisch einschätzt was Sache ist. 

Ich selber reite mein Pony ja nicht, aber auch in der Arbeit vom Boden gibt es ja anstrengende Dinge, die für ein jüngeres Pferd ein Klacks sind. Auch mir fällt es manchmal schwer einen Schritt zurückzustehen und zu überlegen was noch geht. Vorallem dann wenn das Pferd sich eifrig anbietet.

Seit seiner OP hat er nicht mehr zu der Kraft zurückgefunden, die er mal hatte. Das muss ich einfach akzeptieren und berücksichtigen. Er ist auch nicht mehr 17, so wie als wir uns kennenlernten. Er wird älter, jedes Jahr, und schleppt sein eigenes Päckchen mit sich herum, darf nicht mehr alles.

Dafür hat er aber zwei andere Dinge gewonnen. Zum einen ist er jetzt korrekter bemuskelt als je zu vor, auch wenn es weniger Muskeln sind, denn wir haben sehr gründlich am Wiederaufbau gearbeitet. Und zum anderen hat er durch die Entschleunigung der Arbeit soviel an Gelassenheit gewonnen, das er sich angemessenen kleinen Herausforderungen gelassen stellen kann. 

Darum, seid fair, gerade auch zu Euren alten Pferden, sie haben ihr Leben lang für den Menschen gearbeitet. Gebt ihnen jetzt etwas zurück und macht ihnen ein angenehmes Leben ohne (zu große) Last und Anstrengung.

Lasst sie nicht jetzt noch auf kilometerlange Wanderritte laufen, wenn sie das nicht schon immer gemacht haben, erspart ihnen das Herumfahren zu Lehrgängen und kleinen Turnieren. Genießt lieber die Zeit mit ihnen so, gymnastiziert die Reitbaren ein bißchen und bummelt entspannt durch die Natur. Tüddelt die Unreitbaren, macht im Rahmen ihrer Möglichkeiten Gymnastik mit ihren, verwöhnt sie, bleibt am Boden, geht spazieren. 

Gladur als Scherenschnitt

Und gleich noch einen Beitrag- alte Pferde

Und gleich noch einen Beitrag- alte Pferde

Heute kann ich irgendwie mit dem Schreiben nicht aufhören, aber dieser Beitrag liegt mir schon länger am Herzen.  Es soll um die Pferde Senioren gehen.

Wie man hier lesen kann, haben mich zwei ältere Semester auf dem Weg zurück zu den Pferden begleitet und auch Glaður ist kein ganz junger Hüpfer mehr, auch wenn ihm das niemand gesagt hat. 😂

Mein Herz hat also schon immer für die etwas Älteren geschlagen, denn auch wenn die je nach Persönlichkeit auch reichlich tüddelig und schrullig sein können, so können sie aber auch sehr viel Abgeklärtheit und Lebensweisheit ausstrahlen. Ich weiß nicht ob es nur mir so geht, aber ich finde, bei alten Pferden herrscht eine besondere Stimmung, die gibt es bei den jungen (noch) nicht. Und mich beruhigt das irgendwie ziemlich. Vielleicht kann man es so ein bißchen mit einer schnurrenden Katze auf dem Schoß vergleichen. 

Jedenfalls habe ich vorhin wieder mit den Senioren und dem Anfänger-Senior Gruppenkuscheln -soweit möglich, dabei sein zählt auch – veranstaltet und habe diese Stimmung aus vollen Zügen genossen. Und man merkt auch immer wie sehr die Pferde all diese Aufmerksamkeit genießen, auch die, die noch viel getüddelt werden, es ist ein Geben und Nehmen. 

Senioren-Pferde, die man einfach immer mal einfach lieb hat bleiben jung, bzw. blühen wieder auf, das habe ich selbst erlebt und bin davon überzeugt.

Darum ganz wichtig: Knuddelt die alten Pferde – oder zeigt ihnen eine andere Form von besonderer Aufmerksamkeit- verbringt Zeit nur mit ihnen. Das ist mindestens genauso wichtig wie passendes Futter. ❤

Glaður und das Novafon – eine Lovestory *g*

Glaður und das Novafon – eine Lovestory *g*

***Achtung Werbung, Beitrag enthält einen Link zum Hersteller Novafon***

Über Glaðurs Physiotherapeutin Lesley (siehe Team Glaður) sind wir auf das Novafon gebracht worden. Ein Therapiegerät das sich bei Menschen und Tieren in unterschiedlichen Einsatzgebieten bewährt. Unter anderem auch in der Schmerztherapie. 

Glaður hat ja Spat und er reagierte sehr gut darauf, als Lesley das Gerät einmal testweise an den Sprunggelenken einsetzte. Da er zu dem Zeitpunkt noch an den Nachwehen eines Schubs zu tun hatte, war am Tag nach der Behandlung ein sichtbarer Unterschied im Gangbild erkennbar. Das allein fand ich schon sehr überzeugend, dazu kam der weitere Einsatz auf verspannter Muskulatur und Faszien und somit dauerte die “brauch ich das wirklich” Phase gar nicht so lange. 

Wir haben jedenfalls nun ein Gerät und ich setze es momentan alle zwei Wochen ca. am Pferd ein. Dabei zeigt er mir sehr deutlich wo er die Behandlung gerade benötigt, denn er bewegt sich solange unter dem Kopf hin und her bis es richtig liegt, falls ich nicht selber gezielt einen bestimmten Bereich behandeln will. 

Faszinierend ist dabei, wie gut ihm das tut – hat man den richtigen Punkt dann kommt es zu Gähnen, kauen, abschnauben, dehnen, Hals fallen lassen bis hin zum tiefenentspannten Dösen. Ich warte immer noch, das er sich eines Tages mal hinlegt. 😂 Dieses Entspannungslevel erreicht sonst nur Yvonne beim Akupunktieren bei ihm. 

Ebenso faszinierend ist, das er bei der Behandlung richtig kommuniziert was er will und braucht. Er geht nicht nur hin und her, um die richtige Stelle zu zeigen, er zeigt auch an, wenn eine Stelle nicht genommen werden soll in dem er einen anguckt und mit dem Kopf schlägt. 

Aber heute hat er das stumme Zwiegespräch wirklich aufs nächste Level befördert. 😍 

Ich war vorn am Pferd, um Schultern und Halsbereich zu bearbeiten. Und nachdem wir die richtige Stelle an der Schulter gefunden hatten, legte er auf einmal seine Nüstern in meine Hand und stupste mehrfach. Ich habe einen Moment überlegt und dann die Intensität erhöht. Nochmal gestupst, noch eine Stufe höher und Bingo- Rüsselnase und glückliches Pony. Wie schlau ist das denn bitte? 😍

Und als ich die Behandlung beendet hatte und das Gerät weglegte, hat er mich dann zur Belohnung noch gekrault. 😂 Ich hatte ihn nicht berührt, aber er kraulte für einen Moment meinen Rücken, so wie ich das als Lob bei ihm auch immer mal mache. Muss also gut gewesen sein. 👍

Das allein war schon ziemlich unbezahlbar. Wenn es jetzt im Winter noch wieder hilft schmerzhafte Tage zu verbessern, dann sind wir wirklich im siebten Himmel.

 

Bitte mehr
Bitte mehr davon
Frieden und Fortschritte

Frieden und Fortschritte

Das Pony und ich sind jetzt bald ein Jahr ohne echten Unterricht unterwegs. Zuerst war er ja lange ausgefallen und in der Aufbauphase wollten wir uns lieber viel Zeit nehmen. 

Dann kommt nun dazu, das Ellen, die sich immer mit viel Herzblut unser angenommen hat, nicht mehr nach HH und Umland fährt, weil sie bei sich im Umkreis nun so viele Schüler hat, das sie sich denen lieber widmen möchte. Ich verstehe das gut und es sei ihr gegönnt.

Und wir nun? Wir stehen nun ohne da. Oder fast. Natürlich können wir immer und ständig mal bei Nele anfragen, wenn mal was nicht klappt, aber das ist ja keine Stunde im klassischen Sinne, sondern eher ein auf die Sprünge helfen. 😉

Hat das was mit uns gemacht? Also mit mir schon- so gern ich auch den Unterricht genutzt habe und wirklich viel gelernt und mitgenommen habe, so merke ich aber jetzt doch auch, das dieses “ich muss das bis zum so und sovielten draufhaben, damit sie sieht, das wir gearbeitet haben” mir mal so überhaupt nicht fehlt. 😆 Wenn etwas länger dauert, dann dauert das jetzt eben. Wenn man nicht zum üben kommt, entfällt das schlechte Gewissen. Und, das ist das beste daran- weil das meinen Seelenfrieden erhöht zahlt sich das gleich wieder positiv in der Arbeit mit dem Pony aus. Entspannt und gelassen ist bei ihm ja Pflicht. Und ehrlich gesagt, das geht so leichter. 

Eine Kontrollinstanz von Außen, wenn man so will, ist ja auch noch da. Lesley schaut ja regelmäßig vorbei und die würde sofort merken, wenn da irgendwas in die falsche Richtung läuft und das auch sagen. 

Also haben wir quasi die neue Leichtigkeit des Seins entdeckt, können uns komplett nach der Tagesform vom Pony richten und wenn es halt eine Weile mit nichts voran geht- na und? Da fehlt mir zum Glück jeder Drang von Ambition. 😂 Ziele habe ich ja trotzdem, wie schon geschrieben. Aber keinen fixen Zeitplan mehr. 

So, dann will ich mal den Beitrag von gestern zu Ende schreiben….

Glaður bekommt das extrem gut. Die oft kurzen Einheiten, die auf dem Punkt da enden wo er etwas sehr gut macht, gefallen ihm glaube ich sehr. Er war noch nie so bemüht auch “doofe” Bewegungen und Lektionen (für ihn schwierige Bewegungen) mit viel Motivation auszuführen. Und er ist dabei extrem kommunikativ geworden. So kann es doch öfter mal vorkommen, das er während der Ausführung schon bemerkt, das mir das sehr gut gefällt und gleich ein Lob kommen wird- und dann brummelt er leise vor sich hin. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob er sich damit selbst anfeuert, feiert und bloß sagt ich soll den Keks schon mal rausholen, aber ich finde das extrem niedlich. 

Er hat nichts von dem Gelernten vor der Krankenpause vergessen und ist immer gern bereit davon auch etwas anzubieten. Und er ist oft so offen für Neues, bzw. Überarbeitung von Altem, wie schon lange nicht mehr. Und im gleichen Maß, wie ich mehr Geduld mit ihm habe, steigt seine Geduld mit mir, wenn er schon wieder so sinnlose Sachen (seine Meinung) tun soll. 

Und somit bleibt es erstmal beim ständigen Wechsel zwischen Konditionsarbeit und leichter Gymnastizierung nach Tagesform. Und spazieren gehen nicht vergessen – zuviel Schritt geht nicht. Never change a running system – vorallem nicht vor dem Winter. 😁

Gladur ganz schick

 

Manchmal muss man den Dingen doch auf den Grund gehen

Manchmal muss man den Dingen doch auf den Grund gehen

Soulhorsemarke PummelprinzBei Glaður stand mal wieder das jährliche Blutbild an, fast hätte ich dieses Jahr drauf verzichtet, weil er äußerlich so gut da steht und auch richtig fit ist. Aber so aus dem Bauch heraus dachte ich mir, es ist doch besser, wenn ich Eines machen lasse. Wenn das genauso gut ist, wie das im Vorjahr, dann kann ich es nächstes Jahr vielleicht mal lassen. 

Da er ein paar äußere Anzeichen für das Cushing Syndrom aufweist, haben meine Tierärztin und ich die Absprache gehabt, das wir darauf testen, sobald das Blutbild einen Hinweis auf Stoffwechselprobleme erbringt.

Das was man bei ihm sieht, sind ein paar typische Polster (über den Augen, an der Schulter und der Kruppe), dieses Jahr eher moderat ausgefallen, aber immer da, auch dann, wenn er im Winter den Speck verbrennt, den er sich im Herbst anfrisst, wenn man nicht aufpasst. Zudem finde ich, schon seit ich ihn kenne, seinen Fellwechsel verdächtig langsam. Er wechselt immer noch komplett, aber er braucht immer länger dafür und hat generell ein sehr dichtes Sommerfell. 

Somit war es dann soweit, als das Blutbild anzeigte, das die Leberwerte (mal wieder) erhöht sind und diesmal zusätzlich auch die Triglyzeride. Es sollte somit ein EMS Screening gemacht werden, um das als weitere Möglichkeit auszuschließen und auf Cushing getestet werden. Gladur im Wald

Für den Insulinresistenztest hieß es dann mindestens 6 Stunden hungern, was außerdem Einzelhaft bedeutete und was er gar nicht lustig fand. Vorallem nicht, das es dann nicht gleich Frühstück gab, als er aus seinem Knast- ähm, Einzelzimmer- wieder heraus durfte. Entsprechend war dann seine Laune, als eine ihm fremde Tierärztin (Vertretung) ihn mit der bööösen Nadel piekte und es dann auch noch so lange dauerte (seiner Meinung nach) bis die riesigen Röhrchen alle voll waren.

Trotzdem hat er natürlich wie immer ganz brav stillgehalten, solange man ihm nicht an die Beine will, ist er ja ein sehr lieber Gast beim Tierarzt. Dann war das auch überstanden und ich dachte, nun heißt es über das Wochenende abwarten, aber schon am Freitagmorgen klingelte das Telefon und ich bekam die Nachricht, das das Ergebnis schon da ist.

Glaður hat das Equine Cushing Syndrom.

Die Tierärztin am Telefon hat sich eventuell ein bißchen gewundert, wie entspannt ich das aufnehme, aber mir war viel wichtiger, das es kein EMS ist, was man nur durch massive Haltungsänderung in den Griff kriegen würde. Cushing ist zwar auch Mist, aber behandelbar und ich sehe ja täglich an Beluga, wie gut behandelbar es ist. ❤

Außerdem ist es quasi für mich eine echte Erleichterung zu wissen, das das regelmäßige Abglitschen bestimmter Stoffwechselwerte vermutlich trotz aller Mühen und Maßnahmen nicht zu verhindern war- so äußert sich vermutlich das Cushing bei ihm. Und da dies nun behandelt wird, stabilisiert sich sein Stoffwechsel in Zukunft hoffentlich noch mehr selbstständig. 

Im Idealfall wird sich alles stabilisieren, was ihm bisher Ärger gemacht hat. In seinem Fall wäre das:

  • Die Leberwerte bleiben konstant –> was somit auch bedeutet, das er generell weiter ein freundliches Verhalten mit den anderen Pferden zeigt. Bei ihm ist es bei entgleister Leber ja sehr extrem mit der schlechten Laune. 
  • ein stabiler Stoffwechsel bedeutet mehr Spielraum bei Belastungen durch die Allergie- die Lunge könnte sich also noch weiter verbessern
  • Bei Cushing fällt der Erhalt und Aufbau der Muskulatur schwerer und der Sehnen- und Bandapparat ist empfindlicher. Wenn sich das bessert, um so besser.
  • Kriegt man all das in den Griff, kann seine Belastung weiter vorsichtig erhöht werden- und je mehr er tut, desto mehr verbessert sich seine Energiebilanz. Ein positiver Teufelskreis, sozusagen.

Ich habe somit große Hoffnung, das diese Diagnose und die folgende Behandlung ihm noch mehr Lebensqualität verschaffen wird und ein bißchen was vom vorzeitig gealtert sein wieder von ihm abfallen wird, so dass sein Körper besser mit seinem Temperament mithalten kann und er sich nicht wieder selber einen Krankenschein ausstellt, weil er doch ein bißchen zu flott rumgetobt ist. 😉

Und gestern war dann der erste Tag mit den Tabletten, nun beginnt der Einstellungsprozess, in dem die richtige Dosis ermittelt wird und regelmäßig die Blutwerte kontrolliert werden. 

Die Tablettendpsen
Belugas Dose und Gladurs Dose und der Kalender zum Abstreichen

Beluga und ihr Mann nehmen jetzt also Abends gemeinsam ihre Tablette ein. 😂 Ich hoffe, das er auch bei der Dosis auf sie hören wird und sich ebenfalls bei einer halben Tablette einpegelt, aber das muss man sehen. 

Was ich nicht hoffe, ist das er von den Tabletten jetzt noch merkbar aufwacht- ich finde ihn so schon gerade sehr wach. Wenn er jetzt noch aktiver wird… Hiiiiilfe. 😂😂😂

English Summery will follow.

Ponyprinz on tour

Ponyprinz on tour

Gladur im Wald
Bild von Nele

Ich kann gar nicht beschreiben, wie stolz ich auf den Ponyprinzen und Nele gerade bin, die draußen eine schöne Trabstrecke hingelegt haben. 🙂 🙂 🙂

Wie oft findet man jemanden, der Dein Pferd nicht nur genauso reitet, wie Du Dir das vorstellst, sondern auch genauso, wie das Pferd es braucht. Und dann nicht nur willens, sondern auch fähig ist, dem Pony ohne Kontrollverlust soviel Vertrauensvorschuss und Freiheit zugeben, das er von sich aus wiederum sich anbieten mag und Freude daran hat. 

~*~

Ganz viel Zeit, Geduld, Wissen & Können (oder wissen wer es vemitteln kann), die Fähigkeit Probleme zu erkennen und ganz viel Liebe. So geht tiergerechte Ausbildung. Und so werden aus zornigen, kleinen Trollen wieder kleine charmante Prinzen. mrgreen

 

Auch Pferde brauchen eine Aufgabe…

Auch Pferde brauchen eine Aufgabe…

… die ihnen Spaß macht und entgegen kommt. 

Gladur hat sich selber seine Aufgabe ausgesucht- er ist super gern gelegentlich ein toller Geländepartner. Für ihn macht es einen Unterschied, ob er spazieren geht oder einen Reiter trägt. Mit Reiter hat er quasi Verantwortung und fühlt sich entsprechend wichtig- ein genauso tolles Gefühl wie Lob, anscheinend, wenn man nach dem Gesichtsaudruck geht- den sieht man jetzt von oben nicht, aber vielleicht filmen wir das auch mal.☺

Auf jeden Fall haben er und Nele im Wald viel Spaß und ich drücke uns allen die Daumen, das wir ihn dieses Mal so fit bekommen, das er auch im Winter noch so fröhlich laufen mag. 

Der Unterschied zwischen Träumen und Zielen

Der Unterschied zwischen Träumen und Zielen

Man soll ja immer Träume haben, auf die man hinarbeiten kann, auch wenn man sie vielleicht nicht erreichen kann, aber sie motivieren doch sich Mühe zu geben. 

Ich hatte immer davon geträumt Gladur an der Longe über Geländehindernisse zu schicken, denn er springt gerne und liebt Herausforderungen im Gelände. Natürlich alles in Maßen und in angemessenen Höhen, aber immer Mal zwischendurch wäre mal ein Ziel gewesen.  Hier ist mal ein Beispiel mit einem, allerdings künstlichen, Geländesprung und einem Großpferd: http://tanzende-hufe.de/wp-content/uploads/2014/05/z2.jpg

Das geht jetzt ja nicht mehr, weil er nicht mehr springen soll, damit er keine Schmerzen in der Hinterhand bekommt.  

Also such ich mir ein neues, nicht weniger anspruchsvolles Ziel- den Galopp an der Hand. 😉 https://www.wehorse.com/de/video/gymnastizierende-handarbeit-galopparbeit/

Dazu kann man gleich sagen, das wir beiden Krüppel das sicherlich nicht an jedem Tag und auf Sand niemals vernünftig schaffen werden, aber wozu in der Reitbahn bleiben. Und außerdem Träume und so. 😂

Also auf auf den langen Weg zurück zum Gymnastizieren an den guten Tagen, denn für diesen Traum braucht es Bauchmuskeln bei allen Beteiligten. 💪

Motivation

Und in diesem Sinne auch der Spruch zur Motivation- denn bei allem steht immer Teamwork mit dem Pony und Durchlässigkeit und Beweglichkeit ganz oben. 

Trotzdem ist es natürlich wichtig realistisch zu bleiben- niemals darf man an seinem Traum hängen, wenn das Pferd es gesundheitlich oder mental nicht schaffen kann. Dann ist es stattdessen mal wieder Zeit für einen neuen Plan. 

Das Ziel muss immer bei allem der Spaß an der Arbeit für das Pferd bleiben und das man ihm eine Aufgabe stellt, die es auch bewältigen kann.

Spielkind

Spielkind

Wenn das Pony mal wieder 3 Jahre alt ist. und unbedingt die Longe essen muss.

Gladur beißt in die Longe

Pferde sind halt schlau, die wissen, das nur mit Halfter nichts ernsthaftes geplant ist und das man da eventuell auch mal mit sowas durchkommt. 🙂

Das schlechte Gewissen

Das schlechte Gewissen

Ich weiß nicht, ob es Euch auch so geht, aber gefühlt habe ich ständig wegen irgendwas ein schlechtes Gewissen, was man hätte besser machen können oder Bedenken wegen etwas das sich ändern soll, was das Pferd angeht. 😛

Das aktuelle berechtigte schlechte Gewissen betrifft die Hinterhand. Wenn man alte Bilder durchguckt, weil man etwas sucht und sieht das Gladur auf 90% aller Bilder hinten rechts schont, wenn er ruht. Die ganze Zeit dezente Hinweise gegeben- nicht gesehen. *Kopf auf Tischplatte* 

Andere Leute würden jetzt sagen “Ist halt so, kann man nicht mehr ändern, nur in Zukunft besser machen”, bei mir geht es dann leider immer für eine Weile “Du bist die mieseste Ponybesitzerin der Welt, da zeigt er schon an und Du merkst mal wieder nichts”, bis es dann irgendwann allmählich doch bei der gesünderen Einstellung der Anderen anlangt. *g*

Das nächste anstehende schlechte Gewissen betraf die Decken- bis ich da ebenfalls auf alten Bildern genauer hinsah und nun tatsächlich erkenne, das das für ihn ein Segen sein wird, mag er auch noch so rummaulen am Anfang der Saison. 🙄

Das Problem: Er ist ein Robustpony und mag das Wetter in seinem Fell fühlen. Decken sind jetzt nicht gerade das, worauf er immer gewartet hat. 

Die Realität: Er ist nicht mehr ganz jung und er hat zwei chronische Erkrankungen, die beide laut für zeitiges Eindecken sprechen: Chronische Bronchitis und Spat. 

Die letzten zwei Winter ließ ich ihn vermeintlich fröhlich ungeschoren daher fluffen, da er ohnehin aufgrund von Verletzung nicht stark bewegt konnte. Was da auffiel waren Rückenverspannungen, die deutlicher waren als die Jahre vorher im Winter, von denen ich aber dachte, das käme vom Stehen. Was vielleicht auch teilweise so war. Was aber eigentlich bedenklich war: Das Fell sprach ziemlich laut davon, das es im Lendenbereich Aua im Rücken gibt- denn es stand dort ziemlich zu Berge. 

Ich hielt das für etwas übertriebene Haarwirbel des üppiger ausfallenden Winterfells, Lesley und Ellen sagten, das es vermutlich auf Rückenprobleme hindeutet. Da das Phänomen stets im Fellwechsel schwand, blieb ich noch eine Weile bei meiner Winterfelltheorie- bis ich kürzlich mal meine grauen Zellen bemüht habe: Was ist denn im Fellwechsel? Richtig, das Wetter wird wärmer und oft auch beständiger.

Kann es also sein, das das Fell einfach sagte, das der untere Rücken etwas mehr Wärme gebrauchen konnte, gerade auch, weil eventuelle Schmerzen aus den Sprunggelenken da natürlich ebenfalls in Form von Verspannungen ankommen? 

Also nochmal die alten Bilder vorgekramt, aus dem Winter wo er zeitig und nahezu durchgehend eingedeckt war und siehe da- kein gesträubtes Fell in dem Bereich. 

Gladur im Winterfell

Eindeutig würde ich sagen. 

Da der Plan für dieses Jahr ist, ihn möglichst an Wetter und Zustand angepasst, am Laufen zu halten, beinhaltet dieser Plan also definitv zeitig scheren und zeitig eindecken, zur Nacht jedenfalls. 

Liebe ist manchmal einfach, die Realität anzunehmen. Ja, er ist keine 3 mehr und er hat Vorerkrankungen. Was kann ich also tun, um ihm das Leben angenehmer zu machen, so dass er auch im Winter ein fröhliches Pony ist? 

♥♥♥♥♥♥

English Summary:

Will follow soon

Ok, schon wieder so lange her…

Ok, schon wieder so lange her…

Die Zeit geht einfach immer viel zu schnell vorbei, das ist echt jedes Jahr schlimmer- anscheinend werde ich alt. *g*

Also es geht uns gut, wir haben uns im Moment gut mit allen Handicaps arrangiert und Gladur scheint schmerzfrei und gut gelaunt. 

Wir hatten in der Zwischenzeit noch einen Röntgentermin für die Sprunggelenke, bei dem schon auf Ebene 1 ganz klar die beginnende Verknöcherung durch Arthrose zu sehen war. Damit ist die Diagnose nun gesichert und belegt. Und es sind keine der fieseren Alternativen, die auch möglich gewesen wären.

Und es handelt sich zum Glück um die “freundlichste” aller Spatvariationen, ganz normal zubildender, langsam fortschreitender Spat. Keine Anzeichen von Auflösungen oder Ähnlichem. Somit gilt nun möglichst regelmäßige, arthrosefreundliche Arbeit und wir müssen weiter austesten, was ihm besondere Erleichterung verschafft, wenn es mal wieder zwicken sollte. Was ihm bestimmt gar nicht schmecken wird ist, das er diesen Winter ziemlich viel Decke tragen wird, damit sein Rücken locker bleibt und er eventuelle Schmerzen an den Sprunggelenken besser ausgleichen kann.

Soweit ist er aber wirklich ein glückliches Pony, das beim Rumtoben auch mal ordentlich Gas gibt und es immer noch faustdick hinter den Plüschohren hat. Somit denke ich, das wir im Moment alles richtig machen.

Gladur und Beluga
Best friends

English Summary:

Long time no see. Apparently I am getting old, for time is just rushing by, it feels like. 

Here’s a little catch up to say that all is well and we are healthy and happy. Gladur has had X-rays for his hocks and arthrosis is confirmed as diagnosis, which is actually a relief, because the alternatives were not so “nice”. But like this, this is rather managable as long as I stay on the look out for signs of discomfort. 

So he currently enjoys life to the fullest with a nice and easy work schedule that is customtailored to his needs. Right now he is free of any troubles and you really notice because he is a very playful bundle full of nonsense, even on hot days. So everything seems to be alright for him right now. 

Kleiner “Was bisher geschah” Eintrag

Kleiner “Was bisher geschah” Eintrag

(Werbung- der Eintrag enthält einen Link zur Arzneifirma Boehringer Ingelheim und zur TSM Bandage bei InnoHorse.de)

Der letzte längere Eintrag ist auch schon wieder einen Monat her, eigentlich wollte ich das doch etwas öfter machen. XD

Aber ok, besser spät als nie. Fangen wir mit dem Hinkebein an. Aufgrund der zu dem Punkt beginnenden Corona Situation und der Tatsache das wir wissen das in der Hinterhand Arthrose vorliegt, genügte in diesem Fall das Telefonat mit unserer Tierärztin. Sie war ebenfalls der Meinung, das man sofort eingreifen sollte bevor der Schub sich verschlimmert oder wohlmöglich eine Schonhaltung wieder die linke Seite überlastet. Deshalb verschrieb sie Gladur Previcox, welches ein Schmerzmittel ist, das deutlich weniger auf den Magen schlägt als die anderen Mittel und deshalb im Notfall auch über längere Zeiträume gegeben werden kann. 

Wir begannen mit einer Woche 1 Tablette und gingen dann runter auf eine halbe Tablette, was weitere 14 Tage gegeben wurde. Bis zum Einsetzen der vollen Wirkung dauerte es ca. 2 Tage, er war schon ab Tag eins wieder motiviert sich zu bewegen, aber es dauerte einen kleinen Moment, bis sich auch das Gangbild wieder verbesserte. Auch unter der halben Tablette ging es ihm unverändert gut. Zweimal in den drei Wochen hatte er mit leichtem Durchfall zu kämpfen, was sich aber beide Male durch Gabe von Mash wieder beruhigen ließ.

Nach dem Absetzen der Tabletten merkte man nach ca. 2 Tagen, das nun sämtliche Wirkung verflogen war, denn für einen Moment erschien das ganze Pony etwas steifer als vorher. Da er garantiert noch paar Baustellen mehr mit sich rum trägt, hat er die dann natürlich wieder bemerkt. Wieder einen Tag später hatte er sich aber wieder sortiert. Er geht nach wie vor gut, was vermutlich auch daran liegt, das es nun wärmer wird. Wir haben sicherheitshalber mit leichtem Aufbau-Training begonnen. Ganz wichtig ist im Moment ein langsamer und korrekter Bewegungsablauf der Gelenke, kein Schieben mit gestrecktem Gelenk, wie es bei hohem Tempo auftritt, oder starke Dauerbelastung bei stark versammelnden Lektionen.

Die anderen Arthrose-Regeln gelten natürlich auch noch:

Bewegung ohne Belastung

Wenig bis keine engen Kreisbögen

ruhiges Tempo

langes Aufwärmen

auf harten Böden keine schnellen Gangarten

Gladur mit der Bandage im StandUm es ihm bei Aufwärmen speziell nach kalten Nächten oder an feuchtkalten Tagen leichter zu machen, habe ich ihm einen Sprunggelenksschoner von TSM gekauft. Der Schoner besteht aus Neopren, hat keine stützenden Eigenschaften und dadurch, das er nach unten verlängert ist und sich auf die Fessel stützt, kann man ihn in ruhiger Schrittarbeit und beim Spazierengehen anlegen, ohne das er rutscht. Gladur bewegt sich damit völlig normal und ich habe das Gefühl, das man ihm zu mindest auf dem Platz damit deutlich die Aufwärmphase erleichtert. 

Gladur mit der Bandage an der Longe

 

Dadurch das er nun wieder traben darf (Galopp erst nach Kraftaufbau), läuft zum Glück der Schleim auch gut wieder ab, sobald er sich etwas mehr bewegt, es scheint zum Glück alles noch flüssig zu sein. 

Und apropos Atmung. Tagsüber wird es jetzt schon wieder ganz ordentlich warm, wir hatten schon zweimal 23 Grad, in der Sonne gefühlt noch wärmer. Das belastet ihn in seinem Pelzmantel dann normalerweise sehr. Aber genau wie letztes Jahr habe ich zur Schermaschine gegriffen und ihn großzügig geschoren. Die Erleichterung war ihm umgehend am Gesicht abzulesen, auch wenn er scheren immer noch etwas blöd findet. So ist er jetzt jedoch aufgeblüht und atmet kaum schwerer wenn es warm ist. Stattdessen ist er sehr aktiv und wach für das Wetter. 

Gladur frisch geschoren

Somit steht nun einen glücklichen Frühling im Ponyleben nichts mehr im Wege. Und gemeinsam mit der besten Freundin kann man dann das Leben wieder so richtig genießen.

Beluga und Gladur grasen

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Käptn Holzbein und eine umfangreiche Infosammlung Spat

Käptn Holzbein und eine umfangreiche Infosammlung Spat

Da Gladur im Moment im Schritt hinten rechts wie ein Holzbein-Pirat herumstakt- zumindest war es heute morgen wirklich schlimm- darf dann mal wieder die Tierärztin anrücken, nehme ich an. Ich werde sie nächste Woche kontaktieren. 

Es ist diesmal sehr kurios- der Schritt sieht sehr steif aus, ein langsamer, eher schwungloser Trab aber ganz normal. Linksgalopp wird gelaufen, Rechtsgalopp verweigert. (Kreisbahn) Auf dem großen Zirkel verschlechtern sich rechtsherum alle Gangarten, was dafür spricht das die Lastaufnahme des inneren Hinterbeins irgendwie behindert ist oder so gar schmerzt. Das rechte Sprunggelenk wird beim Gehen kaum gebeugt (deswegen die Holzbein-Optik), somit ist auch unterfußen schwierig. Solange man ihn sein eigenes Tempo bestimmen lässt, wirkt er zufrieden, er zeigt auch von sich aus Willen zum Mitmachen. Nur herumtoben tut er im Moment nicht von selber. Es ist also was im Busch. 

Ablegen sieht normal aus, Aufstehen auch. Auffällig war das er auf Links aufgestanden ist, normalerweise steht er häufiger auf Rechts auf. Im Stehen wird gleichmäßig belastet, wenn überhaupt, dann mehr auf der Lieblingsseite links geschont. (Hat er schon immer gemacht) Allerdings habe ich gesehen, das er beim Pinkeln das rechte Bein nicht normal weit herausgestellt und gestreckt hat. Im Paddock bewegt er sich gemütlich im Schritt mit normaler Aktivität herum.

Bin gespannt was es nun ist. Wenn ich nach meinem Knie gehe, würde ich sagen es ist eine Reizung, das ätzende Wetter mit viel Feuchtigkeit macht es sicher auch nicht besser. Für einen vollen Schub ist er noch zu gut zu Fuß, vermute ich. Aber das soll unsere Tierärztin dann rausfinden. 

Bis wir mehr wissen, mach ich mich schon mal schlau dazu, gut vorbereitet sein, ist niemals verkehrt. 

Beim Recherchieren habe ich eine Seite gefunden, die ein schöner Überblick ist, um erstmal Grund in die ganzen im Netz herumschwirrenden Infos zu bekommen:

https://www.tipps-zum-pferd.de/pferdekrankheiten-spat_tipp_313.html