TAURUS – The Prince (April 20 to May 20)

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TAURUS – The Prince (April 20 to May 20)
Enjoys being groomed and fussed over. Prefers to have one rider. A horse that likes treats and attention, and can be annoying at times. Hot-blooded. Outgoing and loves new experiences. Will go the extra mile for his rider when the pressure is on. Can be stubborn, but cares about succeeding at his job. If he wants something (grain, turnout, to leave the ring) he can be self-centered, and will do anything to get it. Loves to nap in his stall. Generally attractive. Not a horse to take lightly.

Gladur läuft über die Weide

Taurus – Der Prinz (20. April bis 20. Mai)
Mag gerne geputzt und umtüddelt werden. Zieht es vor nur eine Bezugsperson/Reiter zu haben. Ein Pferd das Belohnungen und Aufmerksamkeit liebt und manchmal nerven kann. Heißblütig. Offen und mag neue Erfahrungen sammeln. Wird für seinen Reiter über seine Grenzen gehen, wenn es darauf ankommt. Kann stur sein, aber es ist ihm wichtig seine Aufgabe erfolgreich zu erledigen. Wenn er etwas möchte (Futter, auf die Wiese, den Platz verlassen), kann er sehr egoistisch sein und wird alles tun was notwendig ist sein Ziel zu erreichen. Döst gern im Stall. Grundsätzlich anziehend. Kein Pferd das einfach ist.

Finally, Horse Zodiac Signs Have Arrived. What’s Yours?

Die Zeit fliegt nur so vorbei…

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Ende Februar vor 5 Jahren kreuzten sich die Wege eines wilden kleinen Trolls und mir. ❤️

Gladur und ich in den Weiden

Wir haben viel von einander gelernt. Aber die wichtigste Lektion war (und ist immer noch) das Zweifeln aufzugeben. Egal was Du tun willst- es mögen 100 Gründe dagegen sprechen- so lange es nur einen plausiblen Grund dafür gibt, kann es gelingen.

Zitatspruch mit Bild

Das ist genial

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***Werbung – der Beitrag enthält einen externen Link zu Mucosolvan***

Manchmal fragt man sich ja, warum man manche Sachen nicht eher ausprobiert. Aber besser spät als nie. *g*

Gladur schläft in der Sonne

Glückliches Pony beim Schönheitsschlaf

Ich weiß das man Ambroxol auch Pferden geben kann, es ist auch für den Gebrauch mit meinem Inhalator zugelassen. Ich hatte es bisher nur noch nicht in Erwägung gezogen und das obwohl ich selber bei Anzeichen einer Bronchitis immer Mucosolvan Hustensaft nehme (enthält Ambroxol) und damit innerhalb weniger Tage allen Schleim gelockert bekomme. 

Jetzt hatte ich allerdings nicht vor Flaschenweise Saft zu verfüttern- auch wenn ich glaube das er das sehr lecker finden würde – wenn dann inhalieren, damit der Wirkstoff gleich dort ankommt, wo er hin soll. Also habe ich die Inhalationslösung genommen und sie 1:1 mit 0,9% NaCl Lösung inhalieren lassen. (Dosierung: Tierarzt oder anderen Therapeuten fragen! Nicht versehentlich überdosieren, weil es ein großes Tier ist!!) Das mache ich 1x pro Tag und ich habe vor vier Tagen begonnen und sehe bereits einen gewaltigen Unterschied. 

Das aktuelle Problem ist das Übliche nach einer Stehphase. Während des Stehens hat sich Schleim angesammelt- die zur Unterstützung gegebenen pflanzlichen Mittel haben verhindert, das der Schleim komplett zäh wird, aber heraus befördern kann das Pferd ihn nur, wenn es sich auch bewegt. Ab dem Zeitpunkt, wo er langsam wieder etwas belastet wurde, begann also auch der Schleim loszuwandern. Aber wie immer bei Gladur, ist es auch jetzt wieder so, das er zwar nach oben wandert aber, nicht von allein raus kommt. Man hört den Schleim also deutlich und man sieht an der Qualität der Atmung, das der “quer steckt”, deshalb braucht er in dieser Phase immer Hilfe. 

Auch Sole löst bei ihm gut Schleim, es dauert aber länger, bis die Wirkung einsetzt und auch dann bis eine Beruhigung der Atmung zustande kommt. 

Daher habe ich nun zunächst getestet, ob er das Ambroxol verträgt- gerade bei Pferden die auch mal Bronchospasmen haben können muss man aufpassen- der neue Wirkstoff kann toll wirken oder glatt eine Art Asthmaanfall auslösen. Hier war aber zum Glück alles gut, deshalb habe ich auf einen günstigen Moment gewartet, um die Behandlung zu beginnen, sprich einen Zeitraum, in dem ich tägliche Bewegung garantieren kann.

Es ist sinnlos bis kontraproduktiv, Schleimlöser zu geben ohne das Pferd dabei ausreichend Bewegen zu können. Der Schleimlöser ist nämlich nicht das was den Schleim raus befördert- dies macht allein der Körper über die gesteigerte Belüftung und Durchblutung der Atemwege und deren Selbstreinigungsmechanismen unter Bewegung.

Wenn man weiß, das die Bronchien eng stehen (kann man mit Erfahrung selber hören oder der Tierarzt sagt es einem), dann sollte man zusätzlich noch etwas geben, was die Bronchien weit stellt, einfach um sicherzugehen, das das gelöste Sekret nicht in den Engstellen stecken bleibt und dem Pferd Atemnot macht, sondern brav nach außen abfließen kann,

Ausgangslage: Pferd ist atemlos nach wenigen Trabminuten und pumpt stark. Trägt den Kopf sehr tief. Nach längerer leichter Belastung ist die Atmung extrem hörbar und man hört den Schleim. Die Atemmuskulatur ist festgehalten und es kommt zwar zum Abschnauben, aber es kommt nichts heraus.

Behandlung Tag 1 mit Bronchien weit gestellt + Inhalat: Fast wie vorher, allerdings deutlich vermehrtes Abschnauben, zum Ende der Arbeit Schleimfäden an den Nüstern. 

Behandlung Tag 2: Kein Pumpen mehr, an den Flanken keine überdeutliche Atembewegung mehr, Pferd hat offensichtlich “mehr Luft”, wirkt entspannter. Keine Schleimgeräusche, dafür vermehrtes Kauen und abschlucken. Pferd bietet von allein Galopp an und hat sichtlich Spaß dabei. Nach der Arbeit läuft wieder sichtbar etwas Schleim ab.

Behandlung Tag 3: Bronchienweitsteller runterdosiert. Atmung in Ruhe normal. Schon beim Abnehmen des Inhalators Schleimfäden an den Nüstern. Unterwegs beim Spazieren der übliche Durchhänger ab dem Moment wo die Wirkung eintritt und sich ordentlich etwas löst. Pferd geht dann langsam, aber zufrieden Schritt. Deutlich kauend und abschluckend. Dann auch ablaufender Schleim und wieder zunehmende Bewegungsfreude. 

Behandlung Tag 4: Pferd hat in Ruhe bereits feuchte Nüstern, es läuft klares Sekret ab. Atmung ist gut. Nach dem Inhalieren leichte Schleimfäden. Heute freie Bewegung auf dem Platz, Pferd tobt ein bißchen herum und fühlt sich offensichtlich wohl. Augenscheinlich haben sich die Selbstreinigungsmechanismen der Atemwege nun aktiviert.

Der Plan ist nun, insgesamt 7 Tage damit zu inhalieren und dann über mehrere Tage auszuschleichen und mit Sole weiter zu machen,  in der Hoffnung das das Anschubsen und das momentane Bewegungslevel bereits ausreichend sind, das er es allein weiter hinbekommt. Falls nicht, dann ist da ja immer noch Plan B – Akupunktur. 

Und wenn man diesen Artikel liest, in welchen Fällen der Wirkstoff bei menschlichen Patienten mit COPD hilft, dann ist auch gleich klar, warum das Pony mit einem ähnlichen Beschwerdebild sehr gut darauf anspricht: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2015/daz-41-2015/ambroxol-ist-mehr-als-ein-schleimloeser

Wichtig ist trotzdem, das die chronischen Atemwegsprobleme bei Pferden extrem individuell sind. Was bei einem Pferd super hilft, hat beim nächsten keinen Effekt oder bewirkt sogar eine Verschlechterung. Leider bleibt einem nur dies auszutesten und sich eine Liste wirksamer Methoden und Mittel hinzulegen, auf die man im Notfall zurückgreifen kann. Ein Patentrezept das allen betroffenen Pferden hilft, gibt es leider nicht. 

Das Einzige, was bei allen gilt ist: Der Schleim muss aus dem Pferd und zwar so schnell und gründlich wie möglich. Und falls der Schleim schon länger drin ist, dann auch ausreichend Geduld die Behandlung nicht abzubrechen oder abzuschwächen, bis man wirklich damit durch ist. 

Gladur wäre seine Decke gern wieder los

Doofe Decke! Ist aber absolutes Mistwetter angekündigt

English Summary:

After having his break due to the lameness episode, of course in Gladur’s respiratory tract a lot of mucus and stuff kept amassing, that simply isn’t supposed to be there. 

As usual, there seems not to be a problem at all- as long as he is just standing there or trundling calmly about. The horse lung is a very very powerful organ, that takes a lot to show effect even at rest.  But as soon as I slowly started to raise work levels, the more obvious it became, that indeed there was the suspected filling up in progress. 

As soon as the movement started to loosen some mucus deeper inside, it kept flowing around and clogging things up. So it became audible and visible, as the quality of breathing went downhill, not only in motion, but also at rest.

Now key is always to get rid as fast as possible of the stuff. Problem after lameness is, that what it takes to remove stuff effectively is normally some hard work- literally. Because canter is the magic thing.

Of course you can’t go and canter a horse that is slowly building up after several months sickleave like that. Instead you try to find the precarious balance between “just enough for the lungs” and “not too much for the leg”. This can be done successfully, but it is rarely enough stimulation to get the mucus to really flow out. For this, the horse usually nieeds some help.

I could have used Dead Sea Salt solution again, but as effective as it is, it does take a while until it begins to show effect and it did not do a lot to comfort breathing last time. So I thought to try something else- the substance Ambroxol. It is also used for human patients with COPD and has a lot of beneficial effects apart from just loosening up mucus.

So I got the inhalation solution to mix  1:1 with the 0,9% NaCal solution that he inhales normally. For dosage ask your vet. You should also ask your vet anyway before trying out new medications. And all the more so, if your horse has bronchospasms.

For Gladur it works fine and really like a dream. After four days I have already a huuuuge improvement and a fully normal breathing at rest, as well as a motivated horse in motion. I am very, very happy.

My plan is now to treat him with it for 7 days in total and then slowly sneak the levels down and the Dead Sea Salt solution in slowly to take over. And then there is hoping he can fix himself like that. If not, there is always Plan B- acupuncture therapy. 

Die Sternsekunden

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… ich weiß immer gar nicht wie man auf “Sternstunden” kommt- der perfekte Moment ist doch in der Regel genau das und selten länger als ein paar Sekunden oder Minuten. 

Wir hatten heute den perfekten Moment. In der Trabsequenz am Schluss, da hat für ein paar Herzschläge alles gestimmt. Ich habe es endlich geschafft alle Hilfen so zu koordinieren, das sie ihm auch geholfen haben und Gladur hatte in diesem Moment die Beweglichkeit, die Kraft und den Willen sie anzunehmen und umzusetzen. 

Für einen kleinen Moment war da das Pferd, das er hätte sein können, wenn sein Leben anders verlaufen wäre. 

Unser magischer Moment sah so aus: Es bestand tatsächlich reelle Anlehnung an die Doppellonge und als er meiner Hand nach vorn gefolgt ist, eigentlich sollte er nur das Genick weiter aufmachen, da kam die Peitschenhilfe in genau dem richtigen Moment und so wurde er nicht schneller, sondern richtete sich korrekt im Rahmen seiner Möglichkeiten auf. Ein paar wenige seiner ganz großen Trabtritte, zum allerersten Mal in korrekter Haltung, mit lockerem Unterhals, positiv gespannter Oberlinie und angehobenem Widerrist. Trotz der großen Tritte hat man ihn fast nicht gehört, so leicht war er in dem Moment.

Und dann hatte uns die Erde wieder- seinen untrainierten Körper verließ die Kraft für die positive Spannung und bei mir gings von fühlen ins Denken über- puff, weg der Moment. *g*

Für ihn war dann Feierabend, aus zwei Gründen- zum einen, weil im perfekten Moment bei solchen Meilensteinen immer Schluss ist und zum anderen, weil ich mit dem Hinterbein nichts riskieren möchte. Solche Trabaktion mag leicht aussehen, aber das Hinterbein muss sehr arbeiten.

Auch viele kleinere Fortschritte gibt es im Moment, wann immer ich mit der Doppellonge komme. In “sicherem Abstand” vom Menschen nimmt er sich gerade die Zeit, Dinge die er an der Hand und am Langzügel schon gelernt hat vorsichtig auch an der Doppellonge zu probieren. Von mir unterstützt mit den bekannten Stimmkommandos. Interessanterweise ist ihm wohl die leichte Anlehnung der beiden Longen sehr angenehm und er fasst zusehends Mut, sich nicht mehr zu verkriechen, sondern sachte nach dieser Anlehnung zu fühlen. Auch wenn er sich noch öfter nach unten wegtaucht, weil das bei ihm so eingebrannt ist, so ist doch jetzt immer die Nase vorn und das Genick offen dabei. 

Interessant ist, das er wirklich auch die Möglichkeit nutzt, nach der passenden Haltung zu suchen. Außer Nase durch den Sand schleifen hat er freie Auswahl. Und man sieht ihn richtig probieren ohne irgendwie hektisch zu sein. Meistens entscheidet er sich für eine schöne freie Haltung mit der Unterlippe ca. auf Höhe der Buggelenke und man sieht das es ihm so leicht fällt auch immer mal kurz den Rücken loszulassen. Ich bin sehr begeistert von seinen Fortschritten im Moment, auch wenn sie anderen vielleicht winzig vorkommen mögen.

Mittlerweile bin ich auch fast soweit, diese zweite Auszeit wirklich als Chance zu begreifen. Zur Ruhe quasi gezwungen ernten wir jetzt gemeinsam die Früchte der Arbeit der vergangenen Jahre, in dem wir alles nochmal langsam und korrekt auffrischen und eventuelle Fehler und Hakeligkeiten in Ruhe ausbügeln. 

Wohlverdiente Pause nach der Arbeit

Wohlverdiente Pause nach der Arbeit

English Summary: follows in a while

Und so gehts weiter

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Gladur grast am NeujahrsmorgenWie ich ja schon im vorherigen Beitrag schrieb, geht es im Moment noch etwas auf und ab mit dem Zustand, da die Bänder weiterhin ausheilen und die Gelenke noch etwas irritiert sind. Trotzdem ist natürlich regelmäßige, leichte Bewegung richtig, denn nichts wäre jetzt schlimmer als stehen lassen und einrosten lassen. Wie aber darf man denn nun mit diesem Beschwerdebild arbeiten?

Ich habe mich bei Team Gladur und in Büchern und im Internet schlau gemacht, zudem die Befindlichkeiten meines eigenen Knies herangezogen *g* und habe darauf aufbauend folgenden Plan, mal sehen ob ich ihn einhalten kann.

  • lange Aufwärmphase (Auf dem Platz mind. 30 Minuten)
  • in der Aufwärmphase darf er das Tempo bestimmen, solange er nicht wieder zappelt und rennt, es soll ein ruhiges, gelassenes Tempo sein, damit die Gelenke in Ruhe mit Gelenkschmiere gefüllt werden können
  • erstmal bis auf Weiteres  nur Geradeaus (auf dem Platz ganze Bahn ohne Ecken)
  • viel Naturböden, möglichst nicht so viel tiefe, glatte Böden und erstmal wenig harte Böden (Straße)
  • Keine schnellen Gangarten auf hartem Boden
  • Bewegung ohne Belastung, d.h. es wird kein vermehrtes Lastaufnehmen gefordert und er trägt auch erstmal nichts.
  • Stellen und Biegen im Halten, dann auch im Schritt, solange er dann nicht wieder über die Schulter davonrennt, dann muss das noch einen Moment warten
  • Kraft und Muskelaufbau über Schritt und später Trabarbeit

Gladur geht an der Doppellonge

So hoffe ich die Situation wieder stabil zu bekommen und zurück zu allen drei (vier) Gangarten zu kommen, je nach Tagesform und Boden, natürlich. Wenn er wieder stabil hält, dann wird man sehen, was sonst noch möglich ist, ab wann zum Beispiel Seitengänge wieder möglich werden könnten, die schon sehr hilfreich beim Arbeiten wären.

Gladur in der MorgensonneGearbeitet wird erstmal am Langzügel oder der Doppellonge, da er bei den zwei Versuchen an der normalen Longe deutlich zu aufgekratzt und “An” war und sich nachher noch selbst gestresst hat, weil er es immer kaum aushält dann Schritt zu gehen (warum auch immer). Stress und Gezappel kann ich jetzt aber nicht gebrauchen, darum kümmern wir uns dann, wenn alles wieder wie geschmiert läuft, hihi. 

English summary: follows

Status Quo

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***Werbung. Text enthält externen Link zur Seite von Lexa Pferdefutter***

So, wie sieht es bisher aus?

Ganz gut, er hat die Silvesternacht überstanden, ohne seine Verletzung zuverschlimmern. Auch das Chaos, was nomalerweise immer nach einer Vergesellschaftung folgt, hat er bisher gut weggesteckt.

Letzte Woche wurde etwas viel gerannt, was auf dem Matsch jetzt nicht so der Hit war. Da es zudem nasskalt war, zwackten da dann plötzlich die Sprunggelenke ziemlich. Die Bänder waren warm, haben aber ansonsten auch das gehalten. Ich habe mit Percutin gekühlt, was alles beruhigen konnte, und wirklich nur ganz wenig Schritt geführt.

Immer wenn er Mal einige Meter traben darf, sieht es sehr gut aus, er springt mit dem Gladur-Hopser an und fusst energisch ab. Der Trab ist taktrein.

Trotzdem werde ich noch länger den Ball flach halten, da beide Probleme doch sehr unterschiedlich sind. Die Bänder brauchen viel Ruhe und Arbeit auf hartem Boden. Die Sprunggelenke brauchen eigentlich kontinuierlich leichte Bewegung auf weichem Boden.

Das merkt man auch beim Spazieren- er sucht beharrlich den weicheren Teil vom Weg und geht nur ungern auf dem harten Boden. Offensichtlich hat er im Bereich der Bänder keine oder nur noch wenige Schmerzen, in den Sprunggelenken aber phasenweise schon und er versucht diese zu schonen.

Ich werde jetzt mal sehen, was passiert, wenn ich beginne seinem Wunsch nach weichem Boden nachzukommen. Bei Schrittarbeit sollten die Bänder das nun schon problemlos aushalten.

Was erstaunlicherweise noch ganz gut hält ist seine Lunge. Die ist das nächste Problem, denn er braucht Bewegung, um sie frei zu halten. Aber es würde auch nichts bringen ihn nun deshalb auf Teufel komm heraus zu früh richtig zu belasten und dann hält er wieder nicht und muss noch mal Monate pausieren.

Immerhin ist er halbwegs stabil ohne Medikamente, lediglich das bewährte Sabol bekommt er, damit alles flüssig bleibt. Solange er den Zustand im Moment hält, gewinnen wir Zeit für die Beine. Ich denke, das sich dieses Spiel auf Zeit lohnen wird.

Und so sieht im Moment ein schlechter Tag aus, man sieht, das es hinten ordentlich klemmt:

Das sind die ersten, unaufgewärmten Meter nach einer nasskalten Nacht gewesen. Nach einer kurzen Weile begann er sich einzulaufen.

Den steifen und staksigen Gang kenne ich bei ihm im Winter schon. Mal weniger ausgeprägt, aber auch schon schlimmer. Bisher hatte ich die Beine ja nicht auf dem Zettel und dachte immer er läuft unten so schlecht weil der Rücken klemmt. Aber wenn man genau guckt, sieht man den Irrtum.

Interessanterweise scheint das rechte Bein im Moment stärker Probleme zu machen. Und was macht Gladur, seit ich ihn kenne? Genau. Rechts kürzer treten. Macht alles Sinn oder? Wenn da mal nicht der Ausgangspunkt liegt…

Was mache ich im Moment?

Ich versuche ihn regelmäßig Schritt zu bewegen, an guten Tagen darf auch mal paar Meter getrabt werden. Er wird ausschließlich geradeaus bewegt, wenn er auf dem Platz ist, ganze Bahn ohne Ecken. Er darf wie immer zu Beginn Tempo und Haltung frei wählen und hat eine lange Aufwärmphase.

Er bekommt Zusatzfutter mit Gelenknährstoffen und jetzt nach der Ponyparty auch vorübergehend Traumeel. Das schlägt sehr gut an.

Zusätzlich werde ich ihn noch an Wärme direkt an den Gelenken gewöhnen.

Und dann abwarten, das die Irritationen zurück gehen und das Wetter ebenfalls wieder gelenkfreundlicher wird.

English summary follows

A New Year Dawning

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Nele und Gladur im Sonnenaufgang

2019 ist auf dem Weg zur Tür

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Also vielleicht Zeit für eine kleine Überlegung was die Höhen und Tiefen angeht.

Der Höhepunkt war ganz klar der Spätsommer, wo Gladur zum ersten Mal seit Jahren wieder nur gesunde Werte hatte, sich toll bewegte und alles paletti schien.

Kurz danach kam dann die Klatsche, es kann halt immer unliebsame Überraschungen geben, wenn man ein älteres Pferd hat, das andere kaputtgespielt haben. Die Klatsche heißt Spat-Verdacht. 

Aber Gladur ist ein Kämpfer, der will immer noch, der will noch nicht ganz auf die Rentnerwiese. Egal was es ist, wenn man ihm hilft kämpft er sich zurück und arrangiert sich, wenn nötig. Aber man merkt, er hat noch viel vor und möchte. Ein Löwenherz.

Der Julnisse sitzt auf Gladurs Kruppe

English Summary:  The Year 2019 is bowing out

So it is time for a look back on the events of it. There’s always ups and downs, but some were outstanding again.

The clear winner of the category “Up”  was the moment when Gladur was practically declared sound with all tests in the norm and he was moving fine.

Shortly after followed the winner for “Down” with the Arthrosis diagnosis. But that is what happens if you have an older horse which others before you have used to their pleasure and apparently without an eye on his health.

But Gladur is a fighter, he still wants to rock it, he is not ready for a full retirement. Whatever the obstacle of his failing health- you help him and he fights himself back to where he started from and if need be arranges himself with the new situation. But you can feel his strong will- this pony has still plans, so to speak. He’s truly lionhearted. 

Jahrestreffen der Jul-Nissen *g*

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Frohe Weihnachten, Merry Christmas, God Jul!

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Season’s greetings

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Gladur inter dem geschmückten Fenster

Kategorie: Glaður, horses, seasonal, snow

Die Diagnose Arthrose

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Hier kommt er nun, der Post vom Tierarztbesuch.
Die Untersuchung ergab zwei Lahmheiten am linken Hinterbein. Zum einen die Offensichtliche, die gereizten Bänder und Sehnen am Fesselgelenk außen, wegen der er deutlich lahmte und in Behandlung kam. Diesmal war aber kein Unfall oder ähnliches beobachtet worden, sondern ein sich langsam verschlechterndes Gangbild, was trotz Schonung gleich blieb, bis er dann lahm von der Wiese kam, weil er wohl auch noch einen blöden Schritt gemacht hat.


Vorgeschichte – steifes Laufen nach Galopp (frei auf Weide) über harte Böden im Sommer, generell schlechte Beugung im Bewegungsablauf in den Sprunggelenken und ein scheinbar hin und her wechselnden Unwohlsein im Bewegungsablauf hinten, Lastaufnahme am Berg bergab schwierig, zusammen mit über Wochen deutlichem Schonen im Stehen der linken Seite obwohl keine Lahmheit zusehen war. Nach größerer Belastung (schwieriger Boden) steifes Gehen, nach Schonung leichte Besserung. Es war allerdings nicht durchgehend schlecht, sondern eher schubweise mit immer wieder guten Tagen. Na, ich denk mal, der eine oder andere ahnt schon was kommt.

Meine Tierärztin beschloß nach dieser Schilderung und der Tatsache, das die Beugeprobe des Fesselgelenks bereits fast keinen Befund mehr zeigte, obwohl wir erst seit 10 Tagen behandelt haben, das Sprunggelenk zu beugen.
Ergebnis dieser Beugeprobe war eine hochgradige Lahmheit auf den ersten 5 Metern, dann lief er sich wieder ein.
Somit steht im Raum der Verdacht auf Spat. Alter, Rasse, Vorgeschichte sprechen dafür. Es wird noch ein Röntgen der Sprunggelenke folgen um dies zweifelsfrei zubelegen.

Trotzdem macht das Ergebnis absolut Sinn. Durch Schmerzen im Sprunggelenk hat er anders gefußt, um das Gelenk zu entlasten und damit den Bereich wieder überlastet, den er sich letzes Jahr so schwer gezerrt hatte, wo möglicherweise Narbengeweben dieser Belastung nicht ganz standgehalten hat. Und so kam es zur doppelten Lahmheit.

Im Nachhinein macht jetzt soviel Sinn, was immer komisch im Bewegungsablauf war, das einige Bewegungsabläufe eben nicht durch den festen Rücken entstanden sind, sondern das der Rücken fest war um den Schwung zu bremsen, der auf die Gelenke durchfedert, das trotz korrekter Arbeit schiefe Becken und und und.
Diese Lahmheit kam exakt, nachdem ich begonnen hatte, die Arbeit umzustellen und ihn gezielt verstärkt mehr auf die Hinterhand zu bringen- das Ziel war den Rücken zu lockern und die Hinterhand aktiver zu machen und die Gelenke besser beweglich.
Dies ging dann wohl nach hinten los, weil mit diesen Maßnahmen Schutzspannungen in Strukturen des Körpers gelöst wurden, während gleichzeitig die Belastung auf der Hinterhand hochging. Das konnte er dann nicht mehr kompensieren und ist in die Überlastung und den Schub hineingelaufen. Blöd bei ihm ist auch, das er immer erst dann lahmt oder tickt, wenn es schon gar nicht mehr geht.

Ich könnte mich immer noch in den Hintern beißen, das ich nicht in dem ersten Moment, in dem ich fand, das er anfängt komisch zu laufen, die Arbeit wieder umgestellt habe- besonders, weil ich ja selber Arthrose im Knie habe- eine Menge Probleme die ich auch habe, habe ich praktisch am Pferd gesehen, aber nicht erkannt- weil bisher immer alle Therapeuten gesagt hatten, das die Gelenke sich voll beweglich anfühlen und keine Probleme machen sollten.
Aber es gibt halt keine AKU, also konnte es keiner genau wissen. Das ärgert mich jetzt gerade, denn es fühlt sich an, wie ein Versagen- man will Schaden vom Pferd fernhalten und dann sieht man sowas Eindeutiges nicht richtig und verursacht in allerbester Absicht einen Schub einer bisher kompensierten Erkrankung.

Somit ist nun genau das eingetreten, wovor ich immer Angst hatte. Mein Lungenpferd hat ein Beinproblem.
Es wird Phasen geben in denen es nötig wäre für die Lunge Galopparbeit zu machen, aber das Bein wird das nicht zu jeder Zeit aushalten. Es wird also jetzt alles davon abhängen, das wir den Schleim aus der Stehzeit gut wieder rausbekommen und dann die Balance zwischen Belasten und Entlasten perfekt zu finden.

Aber wir werden auch das schaffen. Wir haben bisher immer alles geschafft. Solange seine Lebensqualität so hoch ist wie jetzt, haben wir Zeit und Spielraum um uns einzugrooven. Denn er fühlt sich zufrieden und wohl im Kreise seiner Herde und führt ein ganz normales Pferdeleben ohne Einschränkungen.

Selfie von Gladur und mir

Tough times don’t last- Tough Teams do.

Wir sind jetzt mit dem vorsichtigen Antrainieren angefangen- Vorsichtig wegen der unteren Lahmheit. Jetzt muss er nur noch halten und dann können wir bald langsam weiter aufbauen.

Somit wird sich hier sicherlich noch einiges zum Thema gymnastizieren und Spat finden, während ich rausfinde, was ihm gut tut und was nicht.


English Summary follows.

Plüschi-Deko

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Ein rotes Filzherz hängt in Gladurs Schweif

’tis the season to be jolly

Ein kleines Bild mit Deko am schönsten Plüschpopo der Welt. In den nächsten Tagen folgt auch wieder ein Post oder zwei. 🙂

Gute Freunde…

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…lenken Dich ab, wenn Du was Blödes machen musst.

Gladur und Beluga

…sind an Deiner Seite.

Gladur und Beluga

…haben Dich schrecklich gern.

Beluga schaut über Gladurs Rücken

Herbstimpressionen

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Bunre Blätter in Gladurs Fell


Bunte Blätter in Gladurs Schweif

Kategorie: autumn, Glaður

Prinz Hinkebein

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Gladur mit Kühlgamasche

Schön kühlen

Der kleine Islandprinz ist krank. Hinten links, wo seit der OP die dicke Belastungsgalle sitzt und ungefähr dort wo er letztes Jahr bei der Lahmheit schon Schwierigkeiten hatte, ist wieder etwas los.

Zunächst zeigte er “nur” Zeichen einer Überlastung, wurde von mir sofort aus der Arbeit genommen und nur Schritt auf hartem Boden bewegt, gleichzeitg der Bereich etwas mit Sportsalbe gepflegt.

Doch dann kam er letzten Montag abends plötzlich stark lahm von er Weide- anscheinend hatte er auch noch ein Loch mitgenommen. Die Tierärztin kam am Freitag machte eine kurze Untersuchung mit positiver Beugeprobe und Schrittlahmheit. Er bekam ein Schmerzmittel gespritzt und erhielt dann sechs Tage von mir Flunidol Paste ins Maul.

Donnerstag war die letzte Gabe und somit sind nun über 48 Stunden ohne Medikamente schon verstrichen und er belastet immer noch voll und der Bereich ist nicht wieder heiß geworden. Da keimt dann doch zarte Hoffnung auf, das es nicht ganz so arg ist, wie es sein könnte. Auch, wenn es jetzt vermutlich wie letztes Jahr einfach wieder mit Ruhe von allein weggehen würde, diesmal möchte ich schon wissen, was es ist, denn zwei Mal die gleiche Stelle macht doch stutzig. Außerdem kann es auch sein, das eigentlich das Fesselgelenk betroffen ist und die Sehnen nur auf Probleme dort mitreagieren.

Gladur inhaliert

Der Patient

Nächsten Freitag kommt also die Tierärztin wieder und dann gibt es eine komplette Lahmheitsdiagnostik an dem Bein. Ich bin sehr gespannt, auch wenn ich mehr als nur ein bißchen Angst vor einer Katastrophendiagnose habe.

Wie wird bisher behandelt? Wie gesagt hat er Schmerzmittel erhalten und zusätzlich soll er Ruhe halten und sich möglichst nur im Schritt bewegen. Da man ihn nicht gut absperren kann, weil er dann tobt und rennt wie ein Bekloppter bleibt nur ihn weiter in der Gruppe zu lassen- als ranghöchstes Pferd wird er von niemandem gejagt und er ist eigentlich immer recht besonnen und rennt eher nicht. Damit er beim von der Weide laufen nicht in Versuchung kommt, führen wir ihn da jetzt immer. Außerdem wird weiterhin gekühlt und einmal am Tag Percutin geschmiert, damit weiterhin abschwellend und leicht kühlend eingewirkt wird.

 

Und nun warten wir auf Freitag… Was auch immer kommt, wir stehen das gemeinsam durch, so wie immer. Wenn wir müssen können wir Alles. 

Selfie von Gladur und mir

Tough times don’t last- Tough Teams do.

English Summary

The little Icelandic Prince is lame again. On the same hindleg as last year, at almost the same time of year. 

It began like a slight strain and he was taken out of work immediately. Still he came in from pasture one night with a highgrade lameness. The vet did some first evalution and put him on painkillers and antiinflammatory drugs for six days. 

This worked great, he is off the drug now for over 48 hours without a worsened condition. Walking is not lame, trot probably still is, I didn’t check it yet. So one could say, give him time just like last year and let it heal by itself. We will do this. But we will also check what causes the lameness, as twice the same spot does make somewhat suspicious. 

So next friday he will undergo a full lameness diagnostic on the leg to see what we are dealing with. I am both looking forward to knowing the facts about his weak spot finally and deeply afraid of a always possible potential catastrophic outcome. You know how it is- legs and horse is always nervewracking. 

There is a faint bit of hope that it isn’t all that bad, because the simple medication therapy did already work rather well and he seems stable without it, but you only know for sure, when you know what it is.

Between two worlds

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Sunrise in the enchanted woods where little trolls and fluff fairys live

Another shared favourite- we shared so many songs, that I will never run out of these for as long as I will blog, I think.

So Happy Birthday, Vile, here’s to you:

Between Two Worlds

You’re not the only one
Amongst the saints and sinners
There are those that we can see
And those no longer with us
To take that walk again
With someone you were close to
On stage in the other world tonight

And there are many
Who will say it’s speculation
We need to focus on
The sleeping generation
The healing vision
That extends beyond the pain
Will take you there and back again

I can remember
You were no stranger
As you came to me
Dreamers walking
And in that moment
Between two worlds
I saw the furthest star
Exploding all around you

And through the journey
You spoke in silence
And you made it clear
Walk in peace now
Then you touched me
Revealing all upon your way
Inside the burning fountain of time
Of time …

A time so real as the one
We share each day
The same dimension
Just a heartbeat away
In every part of you
There’s so much exploration
Out on the edge of space and time

(Uriah Heep Lyrics)

Geschafft

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Nach drei Jahren haben wir nun auch noch zweite ganz große Etappenziel gewonnen- Gladurs Blutwerte sind wieder ALLE in der Norm. Sogar die der Leber und der Zinkwert.

 

Gladur schaut in die Kamera

Hallo! So sieht man mit topfitten 21 Jahren aus.

Dazu passt der im Moment absolut stabile Verlauf der Atemwegserkrankung. Ist der Stoffwechsel leistungsfähig, so kommt der Körper auch mit allen anderen Problemen besser klar.

Als letzte Baustelle verbleibt somit die Hinterhand, die sich nach zwei Verletzungen so kurz hintereinander und der zwar langsamen und schonenden (da durch gezielte Übungen und nicht auf einen Schlag) Korrektur des Beckenschiefstands noch in einem fragilen Gleichgewicht befindet. Aber das schaffen wir jetzt auch noch.

Pony einmal so gut wie neu- ach was, eigentlich besser als neu, da sich mit der Genesung des Körpers auch das eigentliche Wesen von ihm immer weiter erholt und hervorkommt.

Ponyprinz, das haben wir aber mal gerockt!

English Summary:

We did it! Yaaay!!

For the first time in three years, Gladurs bloodwork came back all clear. Even his chronic lack of Zinc and his always bad liver results have gone back to normal.

Therefore, the last building site is his hindquarters. There we have still a rather fragile equilibrium after the two damages sustained within a year and the slow and gentle correction of his pelvis alignment. But this is sort of reha-sport, we will get it done as well.

Fully worked over pony now, as good as – no better- than new. While his body returns to balance, his mind does also, showing more and more of his true self.

Ponyprince- we rock!

Dehnungshaltung

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Nachdem ja im Internet viel Schwachsinn zum Thema Dehungshaltung (gerne verwechselt mit Vorwärts Abwärts als Kopfhaltung ohne Funktion- absolut niemand widerspricht, wenn man das als Irrweg bezeichnet- aber trotzdem ist das keine Reitweise, sondern bloß ein Auswuchs der Sportfraktion, der leider bisweilen aus Unwissen flächendeckend übernommen wird) zu lesen ist, da sich eine Reitschule auf einer Art Kreuzzug dagegen befindet und ich regelmäßig Ausschlag kriege, wenn ich das lese, will ich hier auch nochmal was dazu sagen.

Das Problem ist nämlich, das besagte Schule sich ebenso auf einem Irrweg befindet, wenn sie die Dehungshaltung als fehlerhaftes Element kategorisch aus der Ausbildung ausschließt.

Dann wollen wir mal…

Die Dehnungshaltung ist keine Reitweise, sondern ein Element der Arbeit, das jeder Sportler kennt. Vor und nach starker Belastung der Muskeln werden diese….? Ja genau, gedehnt. Ebenso wenn aus unterschiedlichen Gründen die Muskeln noch nicht bereit für eine funktionale Haltung sind, dann werden sie auch erstmal gedehnt.

Deshalb ist es natürlich auch beim Reiten so. Das Pferd sollte niemals eine Arbeitseinheit in nur einer einzigen Haltung geritten werden. (Aufrichtung oder Nase im Staub die beiden Extreme) Je nach Anforderung ändert sich auch die die Form und die Nasenhöhe des Pferdes. Nach jeder Anstrengung gibt man den Muskeln eine kurze Pause und Gelegenheit sich zu lockern. So folgt auf Aufrichtung und Versammlung bei guten Reitern immer eine Phase der Dehnung.

Ein Pferd das zu starkem Festhalten von Hals und Rückenmuskeln neigt, weil es nicht korrekt ausgebildet wurde oder sich nach einer Erkrankung in der Reha-Phase befindet, kann man mitnichten in Aufrichtung auf gesunde Weise korrigieren (auch wenn das so dargestellt wird) – um es in die Lage zuversetzen sich ohne festgehaltenen und weggedrückten Rücken korrekt aufzurichten, müssen die verkürzten Muskeln der Oberline zunächst gelockert werden, damit sie diese Arbeit machen können.  So ein Pferd wird also zunächst im steten Wechsel zwischen Dehnungs- und Gebrauchshaltung wieder locker und durchlässig gemacht. Und erst dann kann man vorsichtig beginnen es aufzurichten und zu Versammeln.

Das alles gilt natürlich auch für alle Formen guter Boden/ Handarbeit.

Wie sieht denn nun die “gute” Dehnungshaltung aus?

So wie es das individuelle Pferd vorgibt. Ob der gewünschte Effekt mit relativ wenig in die Tiefe oder der Nase kurz über dem Boden erreicht wird ergibt sich aus dem Ist- Zustand des Pferdes in dem Moment, in dem die Dehnung abgefragt wird.

Wichtig sind jedoch ein paar Punkte:

Niemals über Tempo reiten, aber auch nicht zu langsam, das Pferd soll sein Grundtempo laufen.

Das Pferd streckt sich zwar vorwärts, wird aber nicht aus den Hilfen entlassen und fällt somit auch nicht komplett auf die Vorhand.

Im Seitenbild kann man sehen, das der Widerrist angehoben ist (das Pferd läuft nicht optisch bergab)

Die Nase bleibt mindestens an, besser vor, der Senkrechten, damit das Genick “offen” ist.

Gladur am Langzügel

Das Genick ist offen, trotz des überbauten Gebäudes läuft er nicht bergab, das innere Hinterbein fusst immer noch unter.

Wenn ihr es nochmal von einer Fachfrau erklärt haben wollt, warum auch die besagte Schule auf einem Irrweg ist, dann lasst Euch das nochmal von Frau Ulrike Thiel erklären- schon lange kämpft sie gegen die Auswüchse in der Reiterei, legt den Finger in die Wunde und macht auch prominente Fälle von miesem reiterlichen Verhalten im Sport und sonstiger Öffentlichkeit publik. Und hier versucht sie halt auch hier etwas zur vehementen Vermittlung eines Irrwegs dagegenzuhalten.

Sie hat hier ein sehr schönes Video, das eigentlich alles auf den Punkt bringt.

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Langzügel

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Mehr und mehr kristallisiert sich die Arbeit am Langzügel als etwas heraus, was uns beiden Spaß macht. Wie immer lernen wir das Beide gleichzeitig, was es dann nicht ganz so einfach macht, aber daran haben wir uns ja schon gewöhnt und helfen uns gegenseitig wenn es irgendwo hakt.

Gladur am Langzügel

Gelassenheit ist oberstes Ziel

Ich habe jetzt schon mehrfach gelesen das Pferde, mit denen frei gearbeitet und gespielt wird und es in die Richtung von Intrinzen und ähnlichem geht, wo das Pferd ausdrücklich eigene Ideen einbringen und auch seinen ganz persönlichen Ausdruck entfalten darf und und soll, sich nicht mehr ganz so gern permanent in eine vom Menschen vorgegebene Form bringen lassen.

Form meint hier nicht das schablonenhafte “Hals rund, dann ist alles top” nachdem so oft geritten wird, sondern Form bedeutet einfach, das der Mensch aktiv durch stete Einwirkung bestimmt wie das Pferd sich gerade trägt. Gerade in der Handarbeit meint das, das viel am Kappzaum Einfluss genommen wird, indem zum Beispiel die Führleine/Longe kurz hinter dem Ring geführt wird. Für einige Pferde ergibt das das Gefühl ständig festgehalten zu werden und es steht auch immer der Mensch “im Weg” – und das unabhängig davon, ob der führende Mensch sehr gut ist oder selber noch lernt und dann durchaus im Weg stehen kann.

Gladur am Langzügel

Der korrekte Weg in die Dehnung, mit offenem Genick, gehobenem Widerrist und nicht zu tief, sondern für ihn passend

Gladur ist auch so ein Pferd. Er macht zwar brav mit, er ist ja gut erzogen, aber man merkt das er abwechselnd geistig abwesend oder dabei ist sich aufzuregen. Man kann so arbeiten, aber man wird nie mehr als so 90% maximal bekommen.

Guckt man sich an, was er im freien Spiel bereits leistet, wenn ihm danach ist, dann fragt man sich, wie man ihn so motivieren kann, das sich die Arbeit auch spielerischer anfühlt. Dazu muss man einen Blick auf seine Bedürfnisse werfen. Gladur verkündet seine Meinung zu allem ja stets deutlich, wenn man ihn genau anschaut. Und er “sagt” schon immer, das er sich unwohl fühlt, wenn der Mensch in dem Bereich vor seiner Schulter dicht bei ihm ist, wenn er arbeitet. Das schließt auch den Bereich vor seiner Nase ein, in dem man sich beim Führen auf Front permanent aufhält.   Von der Schulter aus nach hinten ist es für ihn in Ordnung. Ganz genau hinter ihm findet er auch nicht ganz so gut, weil er ganz gern ein Auge auf einen hat.  Somit bleiben die Position hinter der Schulter neben der Flanke und noch weiter hinten, neben der Kruppe, gern auch noch einen Schritt zurück, das man den Schweif schon vor sich hat.

Gladur am Langzügel

Gestellt, gebogen, gelassen schreitend

Dort hat man dann drei Möglichkeiten: Die einfache Longe, die Doppellonge und den langen Zügel. Mit der einfachen Longe kann man ihm von soweit hinten schlecht helfen, wenn er abdriftet oder eine Linie nicht halten kann.  Bei der Wahl zwischen Doppellonge und Langzügel bevorzugt er eindeutig den Langzügel.

Meine Vermutung, warum der Langzügel ihm gefällt, sind gleich mehrere Dinge: Zum einen ist nichts vor ihm und er hat das Gefühl jederzeit in alle Richtungen wegzukommen- dies bedingt mentale Losgelassenheit.

Dann braucht er ja meistens bei Arbeitssituationen sehr viel Körperkontakt um Sicherheit zu haben- bei dieser Arbeit berüht ja immer mindestens eine Hand das Pferd.

Der ihn physisch einrahmende Zügel ist offensichtlich beruhigend und leicht als Hilfe zu verstehen.

Gladur am Langzügel

Ein vorsichtiges Anfragen nach Seitengang- das innere Hinterbein spurt schön mittig zwischen die Vorderhufe

 

Und somit habe ich beschlossen, das wir das dann zum Thema unseres Unterrichts in nächster Zeit machen werden. Ellen hat uns gestern bereits ein Konzept für einen logischen Aufbau an die Hand gegeben, mit dem wir uns einarbeiten werden und dann gucken wohin wir kommen werden. Da bei der Langzügelarbeit sehr viel Bereitschaft zur Mitarbeit besteht, bin ich sehr gespannt.

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