Jumping for joy

Gladur bockt über die Wiese

Ich weiß nicht so Recht wo ich anfangen soll- es war ja mal wieder seeehr lange Zeit tote Hose hier. Vielleicht mit der Lahmheit, die nicht wegging, meine Wut auf Tierärzte- wobei das nicht meine Aktuellen waren, die sind toll- den Koliken oder der „neuen“ Krankheit? Ja, es ist mal wieder eine ganze Menge passiert, während es hier still war. 

Vielleicht erstmal die Zusammenfassung und Details dann im nächsten Eintrag? Ich glaube das könnte ganz schlau sein. 

An der folgenden Aufstellung sieht man, das man selbst wenn man alle einzelnen Probleme bemerkt, trotzdem manchmal nicht in der Lage ist, das Puzzle gleich zusammenzufügen. 

Also – vermutlich könnte man noch beim Sehnenschaden letztes Jahr anfangen. Dem folgend gab es ja reichlich Schmerzmittel und in der Folge ein sehr mäkelig fressendes Pony, das Zeitweise nur Heu essen wollte und ALLES (außer Leckerli) sonst ablehnte. Da denkt man ja in Richtung Magen… zumindest so im Hinterkopf.
Weiter ging es dann mit der Tatsache, das man schon das ganze Jahr über die Rippen leicht schimmern sah und dann im Herbst auch ohne Fressbremse keinerlei Zunahme zu verzeichnen war. Nun, leichter ist besser bei Arthrose und wo er so mäkelig war… Nehmen wir mal so hin. Vielleicht tun ihm auch die Knochen weh. Im Winter wurden nochmal Schmerzmittel nötig, was dies zu unterstreichen schien. Das Winterfell versteckte gnädig die Rippchen. Das Pony war lebhaft und glänzte, also vielleicht nicht so schlimm. 


Im Herbst waren wir zur jährlichen Zahnkontrolle, wo zum allerersten Mal der Hinweis kam, das man doch bitte ab jetzt regelmäßig das Maul kontrollieren möge und ggf. einen früheren Kontrolltermin, denn man würde nun sehr deutlich Hinweise auf EORTH sehen, nicht mehr nur den Verdacht. Das Zahnfleisch war allerdings intakt und nicht entzündet.

Dann der Winter- Glaður ließ sich zum Glück wieder zufüttern, aber er setzte absolut nichts an- wir hielten so mit Ach und Krach den Status Quo. Das Pony glänzte und war lebhaft. Aber genauso hatte er immer mal ein Schmerzgesicht auch beim Ruhen. (Nüstern und Maulpartie verkrampft) Man denkt- jo Winter, die Knochen tun weh und wärmt die. Da das das Gangbild bessert, denkt man „Bingo“. 

Gleichzeitig ist da gegen Ende des Winters diese rätselhafte Bewegungsstörung vorne links schon wieder. Mal besser und mal schlechter, mal kaum zu sehen, mal deutlich lahm im Trab. Die Schulter scheint zu blockieren, das Vorschwingen des Beins bricht kurz nach der Hälfte ab und der Huf landet auf der Zehenspitze und er stolperte quasi über seinen eigenen Huf. In der Schulter ist ein dicker, fester Muskelstrang. Ist er abgelenkt (beim Angeben usw.) kann er sich kurzzeitig normal bewegen.

Da er so auf Sandboden überhaupt nicht mehr traben kann, besteht die Sorge, das das immer noch oder schon wieder von unten, vom Fesselträger, kommt- immerhin hatte es so ja auch angefangen- Schulterschmerzen- und als die gelöst waren, da wurde die Bescherung offensichtlich.  Da der Schritt soweit ok war, Entscheidung „das braucht noch“ und Vermeidung von Sandböden und Trab, wenn der nicht ging, nur noch geradeaus. Gleichzeitig immer wieder der Versuch die Schulter zu lockern, was bisweilen auf deutliche Gegenwehr stieß. Dezenter Frust, weil sich kaum etwas besserte, bis es dann wärmer wurde, was die Theorie zu stützen schien, das es sich um eine Überlastung vorne links wegen Entlastung hinten rechts handeln würde.  Allerdings war es auch noch nicht gut und der gesamte Muskeltonus war extrem fest.

Im Februar dann aus heiterem Himmel Durchfall und drei Tage nach dessen Beginn Anzeichen von Bauchschmerzen- Pferd ganz ruhig und in sich gekehrt. TA-Untersuchung findet außer Luft im Bauch nichts, Schmerzmittel und Krampflöser lassen die Kolik sofort enden. Der Durchfall wird behandelt, der Magen sicherheitshalber auch, durch Magenfreundliche Fütterung. Das Pony ist lebhaft und glänzt, allerdings fällt bei Beobachtung der Fressgewohnheiten doch zum ersten Mal auf, wie wenig Heu er aufeinmal nimmt und wie langsam er das frisst. 

Der Frühling kommt, das Fell fällt aus und die Rippen werden wieder ziemlich deutlich. Ich hatte mir gesagt, wenn das über den Winter so bleibt oder schlechter wird, dann muss ich ihn auf den Kopf stellen. Zudem noch diese Schulterprobleme- ich ging von weniger Appetit auf Grund von Schmerzen aus, zu dem Zeitpunkt, allerdings hatte ich diese an der falschen Stelle verortet.
Erste Idee für zu dünn ist immer irgendein Mangel- erst Recht bei einem Pferd mit Stoffwechselproblemen. Also großes Blutbild. Da ist überraschenderweise aber alles gut.

Die Schulter und das Gangbild gezeigt- war an diesem Tag allerdings nach stehen in der Sonne deutlich besser- es wurde nichts offensichtlich kaputtes gefunden und zur schonenden Schrittbewegung geradeaus geraten… Unbefriedigend, aber ok.  Und dann noch so nebenbei meine letzte Idee- „Können sie nochmal ins Maul gucken, der Zahnarzt- Kollege hatte da was von EORTH und Kontrolle gesagt“- und ja. „Oh JA!“ war die Antwort samt Empfehlung die Kollegin mit Spezialisierung zwecks Termin anzurufen. 

Und genau das passierte auch. Es folgten, Röntgen, eine weitere, diesesmal heftige Kolik und dann endlich der erste Teil der Zahn-OP. Doch davon mehr im nächsten Eintrag.

Nur eins noch- es ist erst die Hälfte vom Schmerz weg, da erst die Hälfter der Schneidezähne gezogen sind. Aber Glaður blüht auf, ist frech, motiviert und – läuft wieder so locker Trab als wäre nie was gewesen. 

Gladur mit Gewichtsmaßband
Aktueller Stand laut Maßband: 340kg

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