Bringen die Tabletten was?

****unbezahlte Werbung, Markenname wurde genannt****

…wurde ich neulich gerade wieder gefragt. Meiner Meinung nach trotz der Nebenwirkung supermäkelig zu fressen und ein bißchen zu gut den Appetit zu zügeln bisweilen, bin ich schon der Meinung, das die Tabletten den Stoffwechsel deutlich stabiler und weniger stressanfällig gemacht haben. 

Und für alle, die gerne was sehen als Beweis:

Gladur an der Elbe
Winterfell 2016 – keinerlei Unterstützung/Behandlung Stoffwechsel- Fell ist lang und auf der Kruppe lockig

 

Gladur auf dem Schneespaziergang
Winterfell 2023 – Seit drei Jahren in Behandlung mit Prascend. Fell ist toll und Pony hat Idealgewicht erreicht.

Interessant ist- auf beiden Bildern ist er relativ gleich untrainiert- das 2016 der Bauch offensichtlich noch etwas mehr durchhing als jetzt. Also doch eine kleine Straffung im Bindegewebe… 😂

Und es waren natürlich auch nicht die Tabletten alleine- wer hier regelmäßig reinliest, weiß was Team Gladur über die Jahre alles auf die Beine gestellt hat, um den kleinen Troll wieder auf Vordermann zu bringen. 💚

Blast from the past und Resümee aus einem Jahr unter Pergolid

Manchmal sind ja solche Vergleiche ganz lustig. Zum Beispiel aktuell, wo das Problem besteht, das das Pony auf den Rippen zu wenig hat, aber gleichzeitig die unguten Pölsterchen nicht anwachsen dürfen. Da ich ihn noch nicht voll belasten kann (dann würde sich das bei Arbeit und entsprechend Futter selbst erledigen) muss ich da nun vorsichtig bißchen mehr Futter ins Pony bringen. 

Und dabei habe ich dann in alten Ordnern geblättert- wie sah er denn sonst so im Winter aus, als er noch kugelrund war. Dabei sind mir jetzt diese beiden Bilder in die Hände gefallen. 

März 2016

Gladur auf den Elbwiiesen
Ja, das ist mitten im Fellwechsel, aber schreit das Fell nicht geradezu „Cushing“, was man da sieht?

2016 ist dann auch das Jahr gewesen, wo ihn die Atemwegsseuche erwischt hat, mit den Anderen zusammen. Und wo wir dann mit dem Infekt und dem Stoffwechsel gekämpft haben wie doof, um eine Basis zu schaffen, auf der man der Atemwegserkrankung halbwegs Herr werden konnte. 

Wie man unten sehen kann, ist das auch so semi gelungen- das Fell ist viiiiel besser (obwohl zeitlich fast gleich). Allerdings ist es immer noch zu lang. Und kann auch nicht darüber hinwegtäuschen, das das Pony ganz schön arg gut im Futter steht. 🙊🙈

Feb 2017

Dicker Plüschgladur
Also das ist schon stattlich, das ist nicht nur Fell- und das mitten im Winter.

Damals warfen einige in den Raum das er bestimmt an KPU leidet. Also wenn ich mir jetzt die Bilder nochmal angucke, mit dem Wissen von heute, dann hätte ich eher gesagt, das er EMS hat. (Das ist ja zum Glück mittlerweise per Test ausgeschlossen) (Die Erklärungen sind bei Dr. Weyrauch recht deutlich, daher dorthin verlinkt)

Man sieht, das man im Anfangsstadium mit gezielter Unterstützung des Stoffwechsels noch lange, lange etwas gegenan kämpfen kann. Man hat dann ein scheinbar gesundes Pferd mit keinen oder geringen Symptomen- allerdings ist das ganze sehr fragil und beim kleinsten Problem fällt alles wie ein Kartenhaus zusammen. Rückfälle mit Erkrankungen, entgleisende Stoffwechselwerte usw. 

Ich hätte immer geschworen, das es ihm mit der vielen Hilfe nicht schlecht ging und das war möglicherweise auch so. Aber nun, nach einem Jahr mit Pergolid, in dem ich sehe um wieviel es ihm BESSER geht, obwohl das Medikament ja nicht harmlos ist, da denke ich schon, hätte ich mal früher schon testen lassen und somit die Therapie eher begonnen. 

Dinge die sich für ihn deutlich gebessert haben:

  • Das Fell wird besser- keine Mammutzotteln und verfilzte Unterwolle mehr
  • Seine Atemwegserkrankung ist so stabil wie noch nie. Selbst in dieser langen Stehphase ist er (mit entsprechend Unterstützung durch Inhalieren und Kräuterkuren) nicht vollgelaufen oder dramatisch eingeschränkt
  • Die „Hengstigkeit“ hat sich sehr gebessert, anscheinend ist kein großes Hormonchaos mehr im Pferd vorhanden. Das was jetzt noch da ist, wird auch so immer bleiben.
  • Mehr innere Ruhe und die Bereitschaft in der Arbeit Fehler zu verzeihen, statt überzureagieren
  • Noch mehr Leistungsbereitschaft
  • Sichtbar mehr Lebensqualität

Was sich bisher nicht gebessert hat:

  • die empfindlichen Augen, die zu Tränen, leichten Reizungen und etwas „Matsch“ (ohne Entzündung!!) neigen
  • das schwache Bindegewebe (anfällige Sehnen, hängender Rücken)

Mal sehen, ob sich da noch was tut. Aber die Hauptsache ist ja, wie er sich fühlt und da kann man einfach mal sagen: GUT!

Gladur präsentiert sich auf der Koppel
Oktober 2021

Fortschritte ❤

Als Glaðurs EMS/Cushing Profil erstellt wurde, hatte er einen ACTH-Wert von 363.

Jedes Labor hat eigene Referenztabellen und es gelten je nach Jahreszeit unterschiedliche Werte, da auch der gesunde Level des ACTH-Wertes im Blut eines Pferdes je nach Jahreszeit schwankt. In unserem Fall ist der Referenzwert im Moment 50, was bedeutet das die Ergebnisse 50 und höher verdächtig für eine Cushing/PPID Erkrankung sind. 

Am 14. September hat die Tablettengabe von 1mg Pergolid pro Tag begonnen und nach 6 Wochen erfolgte nun die erste Blutkontrolle. Wäre beispielsweise seine COB oder ein versteckter Arthroseschmerz Grund für den hohen Wert, würde die Tablettengabe den Wert nicht oder nicht nennenswert beeinflussen.

Das Ergebnis hat mich extrem gefreut, denn der ermittelte ACTH-Wert lag bei 47 – also bereits nach 6 Wochen im Referenzbereich. ✌ Nun müssen wir schauen, ob er bis zur nächsten Kontrolle noch weiter fällt. Es kann sein, das seine anderen Erkrankungen bei ihm für einen höheren Grundwert sorgen, weil es sich bei beidem um leichte chronische Entzündungen handelt, aber das muss man nun sehen. 

Was ich im Moment definitiv sehe, ist ein sehr waches, vitales Pony, mit mehr Ausdauer als vorher und mit sehr stabiler Atmung momentan. Auch laufen tut er wetterabhängig sehr gut. Es ist wirklich nur kaltes Regenwetter, was ihn ausbremst. 

Äußerlich/optisch geht definitv mein Wunsch in Erfüllung, das für ihn die Uhr gerade etwas rückwärts gelaufen ist. Seine Ausstrahlung ist noch öfter als sonst jung und frech und bisher hält auch sein Körper seinen wilden Kapriolen stand, wenn er mal seine 5 Minuten kriegt. Außerdem schmelzen tatsächlich quasi von allein die Fettpolster, die an Stellen saßen, die ein Stoffwechselproblem anzeigen können. Sehr faszinierend diesem Fortschritt zu zuschauen.

Beim nächsten Blutabnehmen lasse ich auch wieder ein Blutbild machen, sodass man dann sehen kann, ob der äußere Eindruck zu den inneren Werten passt.

Dann war da ja noch das erwähnte Mineralfutter. Nun ja, das war mal wieder ein Glaður-typischer Fehlschlag, denn er stirbt ja lieber als benötigte Spurenelemente im Futterzusatz zu fressen. Allerdings mal ganz anders als sonst. Normalerweise lehnt er sowas gleich von Anfang an ab, dieses Mal fraß er das Futter zwei Wochen lang ohne Beanstandungen- und dann verweigerte er es von einem Tag auf den anderen. 😒

Ich hatte ja allerdings schon damit gerechnet, das das nichts wird. Somit bekommt er nun ein anderes Mineralfutter für ältere Pferde von einer Firma, deren Mineral er bisher akzeptiert hatte. Die erste Portion wurde auch schon problemlos gefressen, ich hoffe, das das nun so bleibt. So ein stures Pony. 😂

 

Auf der Jagd nach Infos und Fakten zum ECS

***Werbung- enthält Links zu einem Futtermittelhersteller, sowie zu Böhringer Ingelheim***

 

Inzwischen bin ich dabei, mir mehr Wissen zum Thema Cushing, welches man wohl eher als PPID bezeichnen sollte, anzueignen, denn wie bei den anderen zwei Erkrankungen wird es auch hier keinen Königsweg geben, sondern auf Grund der individuellen Ausprägung muss man für sein Tier den besten Weg finden, wie man es zusätzlich zur Tabletten-Therapie unterstützen kann. Und um da kluge Entscheidungen zu treffen, muss man sich erstmal eine ordentliche Wissensbasis anlesen. 

Wenn man dann weiter sucht, findet man auch stetig wachsende Symptomlisten, die mehr als nur die als bekannt geltenden Symptome Langes Fell/Fellwechselstörung, Hufrehe, Abmagerung/Verfettung umfassen.

Klar scheint zu sein, das das Beschwerdebild genauso individuell wie das einzelne Pferd und seine körperlichen Anlagen ist. Es können alle oder nur einzelne Symptome auftreten.

Glaður hat tatsächlich doch einige davon, was ich aber sehr spannend finde, denn nun weiß man, wo die herkommen. Am sichtbarsten ist sicherlich sein Kugelbauch- auch dies ein Merkmal, wie ich nun gelesen hab. 

Auf den folgenden Seiten findet man recht gute Zusammenfassungen des Erkrankungsbildes:

https://www.tiergesund.de/krankheiten/pferd/cushing-syndrom

https://www.tierambulatorium-zirl.at/Spezialgebiete_Leistungen/equine_cushing.php

https://www.cushing-hat-viele-gesichter.de/default.aspx

Dann noch von der Seite eines (von mir geschätzten) Futtermittelherstellers- diese Seiten muss man grundsätzlich bedacht lesen, denn man darf nicht vergessen, das trotz des Wunsches Aufklärungsarbeit zu leisten doch auch immer ein Marketing dahinter steht, was durchaus die Ergebnisfindung etwas lenkt. (Lenken muss, man will ja verkaufen) D.h. auf Herstellerseiten muss man seinen eigenen Kopf immer einschalten und die relevanten Infos herausfiltern.

Folgende Auflistung aus der Kategorie Expertenwissen bei Natural Horse Care fand ich auch sehr aufschlussreich.
(Quelle: https://www.natural-horse-care.com/pferdekrankheiten/cushing-pferd-ecs.html Stand 30.09.2020)

Der hormonelle Stoffwechsel der Pferde mit Cushing ist bereits stark belastet.
Vermeiden Sie daher weiteren Stress im Umgang oder im Training, da die Vermeidung von Stress eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Insulinresistenz darstellt.

Verändern Sie die täglichen Abläufe nicht. Vermeiden Sie Veränderungen in der Fütterungs- und Weideroutine.

Füttern Sie immer an der gleichen Stelle und stellen Sie ausreichend Wasser (auch auf der Weide, nicht zu kalt und nicht mittels Zungentränke) zur Verfügung.

Scheren Sie das Pferd im Sommer und decken Sie es rechtzeitig gegen Kälte ein.

Pflegen (bürsten) Sie das Fellkleid regelmäßig, um Hauterkrankungen (Hautpilz) zu vermeiden. Cushing-Pferde sind häufig auch anfälliger für Hautkrankheiten.

Achten Sie peinlich auf eine gute und entlastende Hufform. Lassen Sie regelmäßig den Huf bearbeiten (alle 6 bis 8 Wochen).

Achten Sie darauf, dass die Zähne Ihres Pferdes regelmäßig (2 mal pro Jahr) überprüft und ggf. professionell bearbeitet werden.

Stellen Sie Ihr Pferd nicht zu anderen Pferden, die sich aggressiv verhalten oder sehr dominantes Verhalten zeigen.

Vermeiden Sie einen Stallwechsel und meiden Sie häufig wechselnde Pferdebestände.

Reduzieren Sie die Impfungen auf ein Minimum.

Ernähren Sie Ihr Pferd rohfaser- und strukturreich aber kohlenhydratarm (insbesondere arm an Glukose und Fructose).

Da kann ich bereits überall einen Haken setzen- außer beim Zahnarzt, da dieser beim letzten Termin sagte, eine jährliche Kontrolle sei noch ausreichend.

Gerade um die Stressreduzierung habe ich mich ja sehr bemüht und wohl auch deshalb eine deutliche Verbesserung einiger Symptome gesehen, seit nach dem Stallwechsel die Herde sehr stabil ist und nicht ständig alle paar Monate die Zusammenstellung geändert wird. Das ist bei ihm echt ein ganz großer Schlüsselfaktor. Wie sehr ihn eine Veränderung dieser Art stresst, sieht man jedesmal am Aggressionslevel mit dem er auf die „Störung“ reagiert, da besteht jedes Mal Handlungsbedarf, während er sonst ein ganz gelassenes Pferd ist.

Allen Ratgebern gemein ist, das die Versorgung mit Mineralien und Spurenelementen sowie Antioxidantien extrem wichtig ist und dazu betragen kann das Beschwerdebild zukontrollieren und somit ggf. auch eine niedrigere Tablettendosis zuermöglichen. Mir geht es hier nicht ums Geld, sondern um so wenig Medizin wie möglich (und soviel wie nötig), die den Körper ja schließlich auch belastet. 

Glaður hatte schon immer (zumindest seit ich und sein Stoffwechsel um jeden Zentimeter Boden kämpfen 😂) einen anderen Bedarf an Zusatztstoffen als es das „Standardmineral“ hergab. Leider ist er auch sehr wählerisch was die Fressbarkeit hochwertiger Mineralfutter angeht, so das es meist auf Standard und dverse Zusätze hinauslief. 

Ich habe mich nun aber entschlossen, noch einen letzten Versuch mit einem Spezialmineral, das genau auf ältere ECS Pferde abgestimmt wurde zu machen. Ich werde es dieses Mal Körnchenweise einschleichen, vielleicht klappt es ja so, drücke mir selber die Daumen. 😂

Gladur hüpft

Der Herbst kommt

Heute ist Tag 6 mit Tablette. 

Heute war Glaður mal nicht so extrem“an“, aber es war ja auch morgens und er ist kein Frühaufsteher, sondern eher so wie ich. Wir sind eher nachmittags in Topform. 

Trotzdem beobachte ich natürlich gespannt und mir fallen schon ein paar Sachen auf, die ggf. auf die Tabletten zurückzuführen sind.

Seit drei Tagen läuft wunderbar der dünnflüssige Schleim ab, der sich auf Grund seiner COB immer wieder bildet. Es macht den Anschein, als hätte ich ihm etwas dafür gegeben, habe ich aber nicht.

Die Äppel sind im Moment recht feucht, aber noch gut geformt, vorgestern rochen sie etwas streng, was dafür spricht das sich da im Stoffwechsel drinnen gerade was tut.

Gestern war er schon eher uninteressiert an den neuen Heunetzen, er wirkte aber satt und zufrieden. Heute morgen ebenso. Er wollte lieber kuscheln oder gemütlich in die Ferne schauen oder in der Sonne rumträumen. Wenn das anhält, ist DAS neu. 😂

Normalerweise kommt er ja immer angeschwirrt und sichert sich erstmal das beste Netz. Heute (und gestern auch schon) hatte er aber gar kein Problem damit stattdessen mit mir mitzukommen. Ganz ohne quengeln. Sehr ungewohnt. 

In der Arbeit war er dann angemessen motiviert, mit einem kleinen Durchhänger in der Mitte, aber das ist zur Fellwechselzeit ganz normal.  Da so langsam der Herbst herankommt, sind die Nächte schon reichlich frisch und Glaður ist dann morgens in den Knochen etwas eingerostet. Nachmittags merkt man ihm davon nichts mehr an, aber gestern morgen war er zum Beispiel bemüht, aber ihm gelangen komfortabel doch eher nur kürzere Schritte. 

Darum habe ich heute einmal etwas ausprobiert, was je nach Tagesform und Wetterlage bestimmt zum Wohlfinden beitragen dürfte- Aufwärmen mit einer Nierendecke auf. 

Gladur mit Nierendecke

Das hat ihm sehr gut gefallen. Normalerweise wird er im Sand (nicht sein bevorzugter Untergrund) bei kühlem Morgen gerne gleich staksig, vorallem wenn er mal wieder nicht genug innere Ruhe für entspannten Schritt hat. 

Heute mit der Decke ging er sofort sehr entspannt, trat gleich weit unter und schnaubte sogar schon im Schritt ab. Nach dem Abnehmen der Decke sah der Trab auch sehr gut aus. 

Die Decke wird uns also sicherlich noch öfter gute Dienste leisten. 

Manchmal muss man den Dingen doch auf den Grund gehen

Soulhorsemarke PummelprinzBei Glaður stand mal wieder das jährliche Blutbild an, fast hätte ich dieses Jahr drauf verzichtet, weil er äußerlich so gut da steht und auch richtig fit ist. Aber so aus dem Bauch heraus dachte ich mir, es ist doch besser, wenn ich Eines machen lasse. Wenn das genauso gut ist, wie das im Vorjahr, dann kann ich es nächstes Jahr vielleicht mal lassen. 

Da er ein paar äußere Anzeichen für das Cushing Syndrom aufweist, haben meine Tierärztin und ich die Absprache gehabt, das wir darauf testen, sobald das Blutbild einen Hinweis auf Stoffwechselprobleme erbringt.

Das was man bei ihm sieht, sind ein paar typische Polster (über den Augen, an der Schulter und der Kruppe), dieses Jahr eher moderat ausgefallen, aber immer da, auch dann, wenn er im Winter den Speck verbrennt, den er sich im Herbst anfrisst, wenn man nicht aufpasst. Zudem finde ich, schon seit ich ihn kenne, seinen Fellwechsel verdächtig langsam. Er wechselt immer noch komplett, aber er braucht immer länger dafür und hat generell ein sehr dichtes Sommerfell. 

Somit war es dann soweit, als das Blutbild anzeigte, das die Leberwerte (mal wieder) erhöht sind und diesmal zusätzlich auch die Triglyzeride. Es sollte somit ein EMS Screening gemacht werden, um das als weitere Möglichkeit auszuschließen und auf Cushing getestet werden. Gladur im Wald

Für den Insulinresistenztest hieß es dann mindestens 6 Stunden hungern, was außerdem Einzelhaft bedeutete und was er gar nicht lustig fand. Vorallem nicht, das es dann nicht gleich Frühstück gab, als er aus seinem Knast- ähm, Einzelzimmer- wieder heraus durfte. Entsprechend war dann seine Laune, als eine ihm fremde Tierärztin (Vertretung) ihn mit der bööösen Nadel piekte und es dann auch noch so lange dauerte (seiner Meinung nach) bis die riesigen Röhrchen alle voll waren.

Trotzdem hat er natürlich wie immer ganz brav stillgehalten, solange man ihm nicht an die Beine will, ist er ja ein sehr lieber Gast beim Tierarzt. Dann war das auch überstanden und ich dachte, nun heißt es über das Wochenende abwarten, aber schon am Freitagmorgen klingelte das Telefon und ich bekam die Nachricht, das das Ergebnis schon da ist.

Glaður hat das Equine Cushing Syndrom.

Die Tierärztin am Telefon hat sich eventuell ein bißchen gewundert, wie entspannt ich das aufnehme, aber mir war viel wichtiger, das es kein EMS ist, was man nur durch massive Haltungsänderung in den Griff kriegen würde. Cushing ist zwar auch Mist, aber behandelbar und ich sehe ja täglich an Beluga, wie gut behandelbar es ist. ❤

Außerdem ist es quasi für mich eine echte Erleichterung zu wissen, das das regelmäßige Abglitschen bestimmter Stoffwechselwerte vermutlich trotz aller Mühen und Maßnahmen nicht zu verhindern war- so äußert sich vermutlich das Cushing bei ihm. Und da dies nun behandelt wird, stabilisiert sich sein Stoffwechsel in Zukunft hoffentlich noch mehr selbstständig. 

Im Idealfall wird sich alles stabilisieren, was ihm bisher Ärger gemacht hat. In seinem Fall wäre das:

  • Die Leberwerte bleiben konstant –> was somit auch bedeutet, das er generell weiter ein freundliches Verhalten mit den anderen Pferden zeigt. Bei ihm ist es bei entgleister Leber ja sehr extrem mit der schlechten Laune. 
  • ein stabiler Stoffwechsel bedeutet mehr Spielraum bei Belastungen durch die Allergie- die Lunge könnte sich also noch weiter verbessern
  • Bei Cushing fällt der Erhalt und Aufbau der Muskulatur schwerer und der Sehnen- und Bandapparat ist empfindlicher. Wenn sich das bessert, um so besser.
  • Kriegt man all das in den Griff, kann seine Belastung weiter vorsichtig erhöht werden- und je mehr er tut, desto mehr verbessert sich seine Energiebilanz. Ein positiver Teufelskreis, sozusagen.

Ich habe somit große Hoffnung, das diese Diagnose und die folgende Behandlung ihm noch mehr Lebensqualität verschaffen wird und ein bißchen was vom vorzeitig gealtert sein wieder von ihm abfallen wird, so dass sein Körper besser mit seinem Temperament mithalten kann und er sich nicht wieder selber einen Krankenschein ausstellt, weil er doch ein bißchen zu flott rumgetobt ist. 😉

Und gestern war dann der erste Tag mit den Tabletten, nun beginnt der Einstellungsprozess, in dem die richtige Dosis ermittelt wird und regelmäßig die Blutwerte kontrolliert werden. 

Die Tablettendpsen
Belugas Dose und Gladurs Dose und der Kalender zum Abstreichen

Beluga und ihr Mann nehmen jetzt also Abends gemeinsam ihre Tablette ein. 😂 Ich hoffe, das er auch bei der Dosis auf sie hören wird und sich ebenfalls bei einer halben Tablette einpegelt, aber das muss man sehen. 

Was ich nicht hoffe, ist das er von den Tabletten jetzt noch merkbar aufwacht- ich finde ihn so schon gerade sehr wach. Wenn er jetzt noch aktiver wird… Hiiiiilfe. 😂😂😂

English Summery will follow.