Große Fortschritte

Große Fortschritte

halleschnuffel01
Was soll ich machen???

Seit ungefähr November haben wir damit begonnen vom fast reinen Spaßprogramm langsam auf einen Mix mit gymnastizierender Handarbeit umsteigen. Trotzdem liegt der Fokus immer noch auf dem Spaß auch für das Pferd und so gibt es als Ausgleich natürlich Spaziergänge und Tricks und das wird es auch weiterhin geben.

Ihm scheint es zu gefallen, er geht nun immer auch mit Eifer in die Halle und dann schaut er einen meist mit seinen Knopfäuglein an als würde er fragen “Und was machen wir als Nächstes???”

Natürlich macht er einige Dinge lieber als andere, besonders das “anstrengende” Laufen in Stellung und Heben der Schulter gefällt ihm noch nicht so wirklich, aber mal ganz ehrlich- wenn wir Sport machen knurren wir ja auch ein bißchen wenn man merkt das da eine Dehnung in der Muskulatur stattfindet, oder?

Nachdem mir von Stallkollegen ein bißchen geholfen wurde, hat er dann im Laufe des Dezembers verstanden, das es gar nicht schlimm ist, wenn man vom Menschen wegläuft um longiert zu werden. Der ganze große Klick kam dann erst Anfang Januar, aber wenn er den Sinn in etwas erfasst, dann klappt es ab da auch zuverlässig.

Seitdem hat uns auch eine besonders liebe Stallkollegin unter ihre Fittiche genommen und steht mit Konzept, Rat und Tat zur Seite und überbrückt so die Zeit bis zur nächsten “offiziellen” Unterrichtsstunde.

Fleissiger Trab an der Longe
Fleissiger Trab an der Longe

Ungefähr seit drei Wochen geht Gladur jetzt regelmäßig an der Longe und wird von mir behandelt wie ein Jungpferd, d.h. er hat nun erstmal Zeit gehabt sich mit der Situation anzufreunden und beginnt nun sein Gleichgewicht und den Takt in den Gangarten zu suchen und finden. Kondition fehlt ihm natürlich auch und da er so arbeitseifrig ist, ist es an mir genau hinzugucken und zu sehen wann er eine Pause braucht, weil die Kraft nachlässt. Er selbst würde vermutlich weiterlaufen bis er umfällt.

Seine Motivation ist so groß, das man quasi nur an die nächste Gangart denken muss und schon wechselt er. Das möchte ich unbedingt erhalten und mitnehmen, denn hier an der Longe zeigt er zum ersten Mal das Vorwärts, was er bei der Handarbeit immer noch nicht immer anbietet.

Ich hatte ja vermutet das er Longenarbeit schrecklich findet, weil ihn das im Kreislaufen langweilt, aber Pustekuchen, er ist mit Eifer dabei. Natürlich legen wir ihm auch oft ein paar Denkaufgaben aus Dualgassen auf den Zirkel, wenn er longiert wird. Oder ein Cavalletti, über das immer gerne mal gehüpft wird, auch wenn er das nicht immer ernst nimmt.

Schön entspannt strecken
Schön entspannt strecken

Mittlerweile lernt er sogar sich mal schön zuentspannen und dehnt sich. (Natürlich ist die Dehnungshaltung noch ausbaufähig, aber wie gesagt, er ist ja gerade erst wieder anlongiert, dafür ist das eine super Leistung)

Und aus dem Longieren heraus entwickeln wir gerade das Führen auf Distanz. Ich schicke ihn dann geradeaus ganze Bahn (das machen wir sowieso öfter, damit er zwischendurch geradeaus gehen kann) und komme ihm beim Mitgehen allmählich immer näher, bis ich eine korrekte Führposition erreicht habe. Meistens bleibt er brav draußen, für den Fall das er genauso allmählich nach innen driftet hat er das Kommando “Raus” mittlerweile gut verinnerlicht und geht dann sofort auf den Hufschlag zurück. Ich konnte ihn so auf Distanz bereits problemlos durch und über Dualgassen lotsen, er bleibt dabei schön entspannt.

Schöön warm am Rücken
Schöön warm am Rücken

Wegen seines Winterfells muss ich sehr umsichtig arbeiten und darauf achten, das er nicht klitschnass wird, denn er schwitzt bereits nach wenig Trab- kein Wunder in dem Pelzmantel. In diesem Arbeitsstadium sind aber die vielen Schrittphasen sowieso ganz passend und so schafft man es meistens das Schwitzen in Grenzen zu halten.

Und wenn es Abends schon später ist und er bei frostigen Temperaturen oder kaltem Wind doch etwas feuchter geworden ist, dann muss man eben ein bißchen Nachhelfen bevor man ihn wieder in seinen Offenstall entlassen kann. Dann gibts ein bißchen Wellness

Gleich nochmal kaputt machen, die Dinger
Gleich nochmal kaputt machen, die Dinger

unterm Solarium (was prima trocknet) und danach kurzfristig eine Abschwitzdecke.

Aber auch der Spaß kommt natürlich nicht zu kurz und wenn man das Pferdehirn mal ein bißchen bei der Führarbeit fordern will, dann liegt nachher in der Halle eine Menge Zeugs rum.

Doof, wenn man dass alles einzeln Wegschleppen muss oder? Da kann sich dann lieber auch mal das Pferd nützlich machen und ein bißchen mithelfen, beim Tragen. Nach kurzem Zögern (man will ja nicht sein Leckerli gefährden in dem man was von der Last verliert) findet sich auch unter den sperrigen Dualgassen ein Gleichgewicht und das Pony läuft damit zügig gen Futterlob.

Zuerst die kleinen Sachen...
Zuerst die kleinen Sachen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dann die Großen aufladen...
Und dann die Großen aufladen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da ist doch eine Menge Platz auf so einem kurzen Pony
Da ist doch eine Menge Platz auf so einem kurzen Pony

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist nicht dein Ernst!
Ist nicht dein Ernst!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch, doch, komm her, Du schaffst das!
Doch, doch, komm her, Du schaffst das!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

English Summary follows! 🙂

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