Flashback 2016 – und Fast forward 2017 – Krankengeschichte Teil 2

Flashback 2016 – und Fast forward 2017 – Krankengeschichte Teil 2


Ein Pferd mit einer wiederkehrenden (chronischen) Atemwegserkrankung ist nicht schön. Ist man aber bereit eine Menge Zeit und Arbeit zu investieren, dann kann man diese Erkrankung (sofern sie früh genug erkannt wurde und noch keine dramatischen Ausmaße angenommen hat) recht gut im Griff haben und dem Pferd möglichst lange symptomfreie Phasen ermöglichen und bei einer Verschlechterung sofort wieder regulieren eingreifen.

Wie bei allem gilt hier: Wissen ist der Schlüssel.
Hat man also den Worst-Case und das Pferd ist chronisch oder droht chronisch zu werden, so sollte man wirklich jeden Schnipsel lesen, der sich dazu finden läßt, dann wie immer die tatsächlichen Fakten herausfiltern, da zu diesem Thema leider nicht nur sachliches Online zu finden ist und zusammen mit der genauen Beobachtung des Tieres sich sein eigenes Bild der Lage machen.
So informiert wie möglich zu sein hilft außerdem etwas einzuschätzen ob vorgeschlagene Behandlungsansätze Erfolg versprechen könnten oder hauptsächlich Geld kosten, aber nichts bringen werden.

Das Hauptziel ist Lebensqualität für das Pferd! Und eine möglichst geringe Belastung mit Medikamenten.
Was hier folgt hat nicht den Anspruch eines Experten-Texts, sondern es sind eigene Erkenntnisse, die ich aus Informationen und Erlebtem ziehen konnte.

Tierärzte:
Viele Tierärzte behandeln bloß die Symptome und gehen nicht auf Ursachenforschung oder der Besitzer denkt sich, das bißchen Husten kann nicht so schlimm sein und verzichtet auf vorgeschlagene weitere Diagnostik, bzw. Therapie. Bei Husten aber gilt: Ein gesundes Pferd hustet nicht. Und man muss wirklich dran bleiben und konsequent behandeln bis auch der letzte Rest Schleim wieder aus dem Pferd heraus ist. Verschleppt man was, steigen die Chancen auf eine chronische Form.

Ganz wichtig: Auch wenn der Tierarzt beim Abhören verkündet er hört nichts und daraus folgert “Die Lunge muss frei sein” UNBEDINGT in einer oder zwei Wochen einen erneuten Termin zum Abhören machen.
Denn: Sitzt die Lunge mit zähem Schleim dicht, dann hört man auch nichts, da sich noch nichts gelöst hat. Beginnt sich der Schleim nach dem vermeintlichen Therapie-Ende aber zu lösen, einfach weil es etwas gebraucht hat, so wird das Pferd wieder husten. Hört man das, muss unbedingt der Tierarzt/Behandler ran ran, denn dann hört man garantiert was und es gibt auch noch Handlungsbedarf.

Erkenntnis 1: Aufgeklärt sein hilft
Vertraue dem Behandler (Tierarzt oder Tierheilpraktiker) des Pferdes, aber sich nicht scheuen nachzufragen wo der Sinn der Therapie liegt und sich alles erklären lassen. Wenn man verstanden hat, warum der Behandelnde gerade diese Therapie bei dem Pferd anwenden möchte, kann man auch entscheiden ob sich das sinnvoll anhört oder nicht. Auch hilft es seine möglichen Bedenken vorzubringen. In der Diskussion erschließen sich für beide Seiten neue Blickwinkel.
Wenn man sich ganz unsicher ist- eine zweite Meinung kann goldwert sein.

Erkenntnis 2: Über den Tellerrand schauen
In unserem Fall hat die zweite Meinung zu einem Blick über den Tellerrand geführt.
Da Tierarzt 1 mit der konservativen Behandlung (Ventiplus) ohne sichtbare Behandlungserfolge weiterhin fortfahren wollte, erbaten wir ein Abhören und eine zweite Meinung von einem der anderen behandelnden Tierärzte auf dem Hof. Nach dem Abhören (eine Seite immer noch verschleimt, immerhin stimmten beide Abhörergebnisse überein) und der Schilderung des bisherigen Verlaufs, sagte dieser TA ganz klar, das es richtig war das Venti abzusetzen (Stichwort Gewöhnungseffekt), es allerdings ja offensichtlich noch Behandlungsbedarf gab. Und dann kam der Tipp: “Versuchen Sie es doch mal mit Akupunktur”
Gesagt, getan. Das die ursprünglich ausgesuchte Behandlerin zu der Zeit im Urlaub war, stellte sich für Gladur als Glücksfall heraus, denn so bekamen wir als Therapeutin eine nach TCM arbeitende Tierheilpraktikerin, die Akupunktur anwendet.
Das Resultat war eine sehr ganzheitliche Behandlung, die aus einer Kombination aus Akupunktur und Homöopathie zusammen gesetzt ist.

Anmerkung (Achtung, jetzt mal ganz unsachlich):
Ich glaube nicht an Homöopathie- zumindest nicht, das in der Flasche genug Wirkstoff ist, um was zu erzielen. Ich SEHE aber, das ETWAS wirkt, auch jetzt, in den Phasen ohne Akupunktur. Daher meine Schlussfolgerung *g* : Entweder bin ich der Meister des (Placebo) Care-Effekts weil ich so doll will das es hilft ODER das ist schlicht Zauberei, so dass man prakisch gute Wünsche in Alkohol eingibt. *g*
Solange es hilft, habe ich beschlossen das mal einfach so hinzunehmen, hauptsache es hilft.

Erkenntnis 3: Keine halben Sachen
Egal ob das Pferd beim Tierarzt oder Heilpraktiker behandelt wird- einen Therapieplan machen Beide nicht umsonst. Je genauer man es schafft diesen einzuhalten, desto deutlicher wird sich ein Behandlungserfolg einstellen. Gerade am Anfang muss man eigene Befindlichkeiten und Termine leider hinten anstellen, wenn immer möglich, und das eisern durchziehen. Stabilisiert sich der Patient, dann kann man kurzzeitig auch mal davon Abweichen, wenn es sein muss.

Genauso wichtig ist es, den Behandelnden regelmäßig Rückmeldung auch über kleine Veränderungen zu geben, damit die Therapie ggf. angepasst werden kann.

Erkenntnis 4 : Geduld
Gerade bei den alternativen Heilverfahren braucht man ein bißchen Geduld, bis man einen Effekt sieht oder das Medikament wechselt, weil das erste nicht anschlug. Aber auch die normale Behandlung kann etwas dauern. Je länger der Körper eine Belastung mit sich rumschleppt, desto länger braucht auch das Ausheilen.

Erkenntnis 5: Bewegung, Bewegung, Bewegung
Jeder vernünftige Therapieplan hat als wichtige Säule die sinnvolle Bewegung des Pferdes. Meiner persönlichen Meinung nach hilft das auch mit am Meisten.
Pferde die keinen akuten (evt. fiebrigen) Infekt haben, sollen ihren Voraussetzungen entsprechend belastet werden. Wieviel hängt vom Zustand der Lungen ab- daher abklären. Bzw. wenn man einen Therapievorschlag erhält, wird der Behandler schon sagen, wie stark das Tier belastet werden darf- falls nicht, nachfragen.
Faustregel: Nicht klatschnass arbeiten und zu stark pumpende Atmung vermeiden. Rennt und springt das Pferd im Freilauf freiwillig (ohne das es jemand scheucht!), dann kann es das in der Regel auch leisten, wenn ihm danach ist.

Bei uns heißt das, der Idealfall ist eine 6-Tage Woche mit Belastung, das heißt in allen Gangarten. Die hilfreichste Gangart ist der Galopp, weil nur hier einem Galoppsprung auch ein Atemzug entspricht. In Schritt und Trab atmet das Pferd nicht so tief.

Die Realität ist, das das Pony mir die rote Karte zeigt, wenn er jeden Tag richtig ran muss, weil er das mental nicht aushält. Somit haben wir, so wie vorher auch, einen zweiten “Spieltag” wieder mit eingeführt, an dem dann eben Bewegungsspiele gespielt werden, statt ernsthaft zu arbeiten.
Gladur hat also einen ganz freien Tag und einen Spieletag in der Woche und ist damit stabil. Aber das muss man probieren, es gibt sicher auch Pferde bei denen diese Abweichung schon reicht und sie verschlechtern sich wieder.

Erkenntnis 6: Augen auf
Wenn man häufig/täglich mit einem Pferd umgeht und es gut beobachtet, dann fallen einem durchaus kleine Änderungen in Verhalten oder Aussehen schnell auf. Ist man in der Beziehung achtsam, kann man schon sehr frühzeitig eine drohende Verschlechterung im Anmarsch wahrnehmen und handeln.

Hierzu ein Beispiel: Gladur war immer sehr fest im Rücken und auch die Bauchmuskeln waren beim Laufen stramm gespannt. Ich dachte immer das läge daran, dass ich mit meiner Gymnastizierung halt noch nicht so weit gekommen wäre.
Als seine Therapie aus Akupunktur und Homöopathie anzuschlagen begann und ihm das Atmen leichter wurde, da verbesserte sich auf wundersame Weise plötzlich die Rückentätigkeit. Woran liegts? Ich habe nachgefragt und es ist eigentlich auch logisch: Die Schwierigkeiten beim Atmen haben das Zwerchfell angespannt und auch die Bauchmuskeln, die ja teils sogar beim Ausatmen helfen mussten, waren immer zu fest gespannt. Nachdem sich nun die Atmung normalisierte, konnte er auch diese Muskeln wieder loslassen und somit insgesamt auch- der Rücken konnte beginnen zu schwingen.
Als nun kürzlich die ersten Pferde das Husten anfingen und er wohl auch ein paar Bazillen abbekommen hat, denn er schleimte etwas, kam nach zwei Tagen das Symptom “der Rücken ist fest” zum Vorschein- Für mich ein Alarmzeichen und eine Medikamentengabe wurde eingeleitet und förderte reichlich gebildeten Schleim zu Tage.

Außerdem sehr wichtige Punkte sind:

Auch einmal Husten reicht: Gladur zum Beispiel hat nie wirklich gehustet. Einmal beim Antraben, mal beim Aufstehen nach dem Wälzen. Aber sonst nichts. Kein einziger Huster und trotzdem war das komplette Pferd verschleimt.
Also auch bei einzelnen Hustern lieber sofort den Tierarzt abhören lassen.

Nicht soviel durcheinander. Während einer laufenden Medikation nicht noch zig Kräuter ausprobieren- im besten Fall weiß man nachher nur nicht mehr was genau gewirkt hat. Im schlechtesten Fall beeinflussen sich Kräuter und Medikament in der Wirkung.

Die Haltung und Umgebung: Darauf bin ich jetzt bisher noch nicht eingegangen, weil wir schon im Offenstall stehen, aber das A und O sind soviel frische Luft wie möglich und das genaue Gegenteil in Sachen Staub. So wenig wie möglich Staub.
Und das heißt im Klartext: Draußen arbeiten wann immer es geht. Die Halle ist nur noch für Wetter-Notfälle. Staubt dann im Sommer der Außenplatz zu stark und kann gerade nicht gewässert werden, dann muss man auch diesen meiden.

Dranbleiben: Egal für welche Form von Therapie man sich entscheidet, man sollte sie keines Falls eigenmächtig unterbrechen oder absetzen, sondern durchziehen. Zu viele angefangene Therapieversuche belasten den Organismus mit unnötigen Medikamentengaben und können im Fall von Antibiotika zu Resistenzen führen. Zudem kommt der Organismus auch durcheinander, gerade beginnt er auf einen Wirkstoff/ eine Maßnahme zu reagieren, dann wird dieser Einfluss auch schon wieder entzogen und wohlmöglich ein komplett gegenteiliger Wirkstoff angewendet.
Das gilt für akute und chronische Fälle gleichermaßen.

Und das heißt nun konkret?
In unserem Fall heißt das, das wir darauf hinarbeiten, möglichst lange symptomfreie Phasen zu erzielen. Das bedeutet im Normalfall, das er an 5 Tagen in der Woche ordentlich laufen muss und davor

inhaliert. Auch am Spieletag wird inhaliert, wenn es wirklich Bewegungsspiele werden. An Tagen, an denen er frei hat oder aus anderen Gründen nicht bewegt werden kann, wird auch nicht inhaliert.
Das hat den einfachen Grund, das der durchs inhalieren gelöste Schleim schlecht bis gar nicht abtransportiert wird, wenn das Pferd nur rumsteht.

Zeigen sich Symptome (vermehrte Schleimbildung, fester Rücken, Leistungsabfall, Atemgeräusche etc.), wird mit Medikamenten (und ggf. mit Akupunktur) unterstützend eingegriffen, bis eine Stabilisierung erreicht wird.

Aber er hat doch schon wieder was, so richtig wirkt das wohl nicht?
Doch! *g* Ja, er hat gerade was- sich nämlich angesteckt, weil alle anderen 3 Pferde in seinem Paddock einen mehr oder weniger ausgeprägten Infekt haben. ABER, sein Schleim fließt gut ab und deshalb hat er auch keine Einschränkungen im Allgemeinbefinden. Die Atmung ist nicht verschärft, der Erholungswert bleibt gleich, er ist fleißig und geht gut von allein vorwärts und zeigt im Spiel Bewegungsfreude.

Somit kann man sagen, ja, er schleimt gerade etwas, aber ansonsten geht es ihm gut. (Vorallem, wenn man das mit letztem Sommer vergleicht)

English version:

A horse with a recurrent airway problematic is not a nice thing to have. But if you are willing to invest a lot of time and work, then you can maintain the disease on a comfortable level for the horse . (Provided you noticed the problem in time and the state of health is not dramatically bad to start with)
The goal is always to keep the horse symptom-free for as long as possible and if you notice some change for the worse, to immediately step in and get it back into a stabilzed state.

As it is with everything: Knowledge is the key!
If you have the worst case scenario with a horse that is chronic or heading for becoming chronic, then you should sit down and do extended research on your own. Read every little scrap you can find and then filter out the actual facts. It is a somewhat emotionally charged subject in some parts of the web, so you better seperate emotions from information. Together with watching your horse closely, all the information will help you gain an impression about what state your horse is in.

As another plus, the gathering of information also helps with understanding if the suggested therapy of practioner or vet will make sense for your horse or if they will mostly burn money and have no big or lasting effect.

The chief goal is quality of life for the horse! And to keep the medication as low and less frequent as possible in the end.

The following text isn’t attempting to be an expert’s text with new scientific results, but it is some recognitions I made based on my own personal experiences with the matter.

Vets:
Many vets will only treat the symptoms present (coughing) without attempting to find out the reason for it. Often this is not the vet’s fault, but the owner’s, who refuses to agree to further diagnostic efforts or ends the therapy on his own, in cases where it takes a bit longer to show effect.

With coughing in horses, you do have the rule of the thumb, though: A healthy horse will not cough.
And you really need to stay involved and at it with therapy until the last bit of mucus has left your horse. If you are sloppy and end treatment too early, the risk for getting chronic is rising.

Very important: Even if your vet says, that the lung is free and she/he hears no suspicious noises in there- INSIST on a second appointment in a week to get the lung checked again.
Many times, I have now seen vets proclaiming a horse free of mucus when in reality the lungs were plastered with sticky mucus which clung to the walls and made no noise, as it was not fluid enough to move. The treatment also often hangs back a little and effect sets in when the box of medication is empty and therapy supposedly ended. So let the vet check again- if mucus is getting more fluid, it will get audible. If your horse breathes well, looks alert and works nicely and the vet proclaims it free on two appointments within a week, then you probably made it.
If they can hear something instead or the horse appears to feel sick, then continue treatment.

Realisation 1: Being well informed is helpful
Trust the person (vet or practioner) that treats your horse, but don’t be shy to ask questions about the treatment, why it is administered this way and why they think it would be helpful for your horse especially.
If you have concerns, discuss them. In this talk both sides gain new and helpful insights.
And if you are totally insecure, ask a second expert for their opionion.

Realisation 2: Broaden your horizon
In our case, the second opinion caused us to widen our horizons and to find a different solution.
Vet 1 wanted to contiune the conservative therapy of the symptoms by medication (Ventiplus/Clenbuterol), but this wasn’t showing any signs of improvement. So when one of the other vets was visiting, we asked for a second opinion. He confirmed that half of the lungs were still full with mucus and agreed on ending the Venti-therapy (it shouldn’t be administered too long, as the body gets used to the drug and the effect lessens). But there was still the need to do something about the mucus. Since Gladur’s body seemed to refuse to cooperate with the medications, he had the advice to try out acupuncture.
That the lady whom we picked originally for treatment was on holiday at that time turned out to be very lucky, because like this, we found our practioner, who does alternative treatment and acupuncture after TCM principles.
The result was a very thorough treatment in a combination of acupuncture and homöopathic medications.

Note (warning, very opiniated, LOL):
I am not believing in homöopatic medication containing enough of the original substance to work a healing effect. And yet, I SEE, that SOMETHING is working, even in the phases without acupuncture. So I have a daring conclusion *g* Either I am the master of the so called Care-Effect (Placebo projected on beings cared for, works also on animals) because I want it so desperately to work. OR this stuff is potent magic and you practically feed liquid well-wishes. *g*
And as long as it works, I have decided to simply accept the fact that something somehow works.

Realisation 3: Don’t do things by halves
No matter if a vet or a practioner treats your horse. If any of them comes up with a therapy plan, then they have put some thought behind it and you better stick to it by the letter if possible.
The more accurate you follow the instructions, the more impressively an improvement will be. Especially in the beginnings, it maybe that social life and appointments have to stick back for a while, if you have long ways to the barn, but being dilligent here is essential for the success. As soon as the patient is stabilized, you can carefully experiment and see that you get some free time to relax back.

And just as importantly: Stay in contact with the person that treats your horse and inform them of any changes small or big, so they can react and may adjust therapy accordingly.

Realisation 4: Patience
Especially the alternative treatment may take a while until it fully unfolds its effect.
Also the longer the body had trouble with a lasting problem, the longer it will take to heal from it.

Realisation 5: Excercise, excercise, exercise
Any good therapy-plan will involve a most important element- excercise.
In my opinion, the custom-tailored amount of excercise is what improves and maintains the level of health most.
As long as the horses are not feverish (acutely infected), they should have a workload custom tailored to the condition they are in. How much is too much? Ask your vet- or if you got a plan, trust that one.
Rule of the thumb: Avoid to have the horse dripping with sweat and/or huffing and puffing extremely.

In our case this means a 6 day week of work, which means in all gaites. The most helpful gait is canter, because only then one leap equals one breath and the horse has to breathe deeply, ventilating its lungs well.

In reality, I get the middle finger from the pony if I attempt that for more than two weeks, because he isn’t mentally able to allow such a continouus workload. And so we are back (just like before) to one day off entirely and one play-day on which now faster games that involve running are played- and lo, instantly motivated pony again.
But this needs to be tested carefully, there might be horses who need that six days of work to keep from getting worse.

Realisation 6: Be aware
If you are around a horse very frequently or even daily, you will be able to notice even smallest changes in behaviour and appearance when you watch it carefully.
And if you do, you can see the signs heralding a problem and act before it gets one.

An example about that: Gladur always had a very tense back at work and his belly musculature was also hard when he moved. I was thinking this would be because my attempts of loosening him weren’t good enough yet.
But when his therapy began to have effect and he could finally breathe deeply again, suddenly the back loosened up.
A miracle? Nope. His breathing problems caused him to tense up his diaphragm and the belly musculature, which in the worst days even had to help with breathing. As soon as this wasn’t necessary anymore, his muscles and internal organs could relax- the back could swing.
When recently the first horses showed signs of an infectous problem of the airways – he probably got some of those viruses as well, because he started to leak mucus from both nostrils. Two days later, he tensend up at work. I was alarmed and we began treatment immediately – which helped even more mucus outside successfully.

And more important points:

Only one cough is enough: Gladur for example did almost never cough, just occasionally when he started to trot or when rising from rolling on the ground. Otherwise completely quiet. And yet he managed to fill up so much with mucus that he got breathing problems.
So better let the vet check the horse, even if there is only few coughs once in a while.

Not too many different things at once: Don’t try a gallizion of herbs while your horse is receiving medical treatment. In best case you don’t know what exactly caused a positive effect in the end. In worst case, herbs and medication will interfere with eachother.

Keeping the horse and its environment: I didn’t say much about this, because we are already in an open stable, where the horse decides if it wants to be under the roof or not. So he has a lot of fresh air.
You do have to minimize the exposure to dust as much as you can, though. And this also counts in work. So you have to try to work outdoors most of the time and only use the indoor arena if the weather is totally abomineable.
When summer dries the outdoor arena out and makes it dusty, you do have to avoid that as well.

Don’t give up: No matter which type or form of treatment you pick, you should never ever fiddle with it or stop it without informing the expert you are working with. Too many incomplete therapy attempts weigh heavy on the organism, for example by medications or will create resitances in case of Antibiotics.
And the organism will also get “confused”, as you withdraw a measure at a time that it starts to react to it. And the chaos is perfect if you then start with something that works exactly the opposite way.

Ok, so what does it all mean, then?
In our case it means, that we work on having symptomfree phases for as long as possible.
Which means that under normal conditions, he has to work five days the week and inhale before, using an inhalation-device.
If the play-day will have fast games, then he will inhale as well.
On days when he doesn’t move or just trundles slowly, he isn’t inhaling because anything loosend up by the inhalation can’t be transported properly if he doesn’t breathe deeper.

If he shows symptoms (more mucus than usual, breathing noises, tense back, unwillingness to go forward, etc.), then we immediately administer his medication and contact our practioner, describing the situation in detail so she can judge the situation and decide if she can give advice without seeing the patient herself or if a visit is necessary.

But he is currently having problems, so your treatment plan isn’t working so well, he?
Oh all is fine. Yes, he has currently shown symptoms- but all his live ins are currently undergoing an acute infection of the airways, so he is very likely to have it picked up, there.
BUT his mucus is fluid and leaking properly, so he doesn’t feel impaired by it at all. His breathing rate is his kind of normal rate, the time to recover from work is the same as usual, he really likes to run and play.

So you can say, yes, he is having some mucus excess currently, but he is well otherwise. (Especially if compared to last summer)

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