• Glaður - heat - heatwave - horses

    Hitzewelle

    »Dunst ist die Welle,
    Staub ist die Quelle!
    Stumm sind die Wälder,
    Feuermann tanzt über die Felder!«
    (Theodor Storm, Regentrude, Kapitel 3)

    Gladur schaut auf die große Wiese

    Es ist für Hamburg wirklich unglaublich heiß, heute 36C. Seit Wochen ist zumindest bei uns kein Regen mehr gefallen und die Wiesen verwandeln sich in Heu und Stroh. Überall ist nur Staub. So langsam könnte es wirklich mal regnen… Dringend bitte.

    English Summary:
    Quote from the fairytale „Regentrude“ by Theodor Storm:
    „A haze the wave,
    The well is dust!
    Quiet the woods,
    Fireman dances across the fields!“

    We are experiencing an epic heatwave. It is way too hot for Hamburg and we didn’t have any rain for weeks and weeks. The meadows and fields turn to dust, hay and stray. So as far as I am concerned, we need some rain… quick please!

  • Charlotte - fuzzhorse - Glaður - horses - memories - Vile

    Zauberwald

    Im letzten Sommer hat Charlotte diese Fotomontage mit einem Bild von Gladur gemacht… Als wäre immer klar daß er in den Wald gehört.
    Ich habe dem Bild heute noch einen magischen Glitzer gegeben.

    Last summer, Charlotte made this image of blended photos with an image of Gladur…As if it was already settled that he’d belong to the forest.
    I just added some magical glitter to it today

  • COB in horses - COPD in horses - coughing horses - Glaður - horses - IAD - RAO

    Neuer Stall, neues Futter, neues Problem?

    Gladur im Regen am Heu
    Ist schlau und frisst bei Regen grundsätzlich an den zwei Netzen die nass werden

    Zum Glück nicht. 😀
    Von staubig heißem Wetter seit Wochen geplagt und dann mit einer Stallumstellung und einer vorrübergehenden Umstellung auf trockenes Heu, weil es keine Heulage in pferdetauglicher Qualität beim Bauern gibt… kann das gut gehen?

    Es kann, wenn man sein Pony gut kennt und weiß das es mit erhöhtem Aufwand notfalls auch mit normalem Heu klar kommt. (Das geht aber nicht mit allen Chronikern, einige reagieren halt auch auf Heu, also vorsichtig)

    Die Vorbedingungen waren denkbar ungünstig, da im alten Stall in den letzen Tagen nicht sehr viel Zeit zum konsequenten Inhalieren und intensiven Arbeiten blieb oder es schlicht so heiß war, das an mehr als Schrittarbeit nicht zu denken war.
    Dann der Umzug, bei dem man es logischerweise auch nochmal ruhiger angehen lässt, damit das Pony in Ruhe ankommt.
    Und dann eben die Nachricht, das eine vernünftige Qualität der Heulage nicht mehr gegeben ist und deshalb gutes Heu gefüttert wird.

    Gladur mit Flexineb
    Tiiief Luftholen

    Was tut man? Tiiief Luftholen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. In unserem Fall sind das: täglich inhalieren und danach auch flott bewegen. Die bekannten Mittel verabreichen und die Atmung genau im Blick haben.
    Und sicherheitshalber auch nochmal die Fachfrau gucken lassen.

    Ergebnis war: Minimal verschleimt, was bei den Vorbedingungen ein Grund zum Feiern ist, denn das hätte auch ganz anders kommen können. Also wurde diese und ein paar andere kleine Baustellen mit Akupunktur bearbeitet und passende Mittel verordnet, die wir nun optimistisch anwenden werden. Und soweit die anderen Hilfsmaßnahmen beibehalten. Auch das Wetter hat ein Einsehen und ist immer mal wieder auf unserer Seite mit ein paar kühlen und feuchten Tagen, was Balsam für die Atemwege ist.

    Interessant ist, das sich jetzt leichte Anzeichen für einen belasteten Stoffwechsel zeigen, wo das Futter im Moment eine ganz tolle Qualität hat. Aber eventuell werden jetzt noch die Folgen der Belastung und Medikation während des Klinikaufenthalts und der doch sehr schwankenden Futterqualität im Spätwinter verstoffwechselt. Bin gespannt wie lange der Körper braucht, um sich zu sortieren.

    Sehr froh bin ich, das dies allerdings alles nur kleine Anzeichen sind, die mir auffallen, weil ich gelernt habe darauf zu achten und die natürlich auch die Therapeutin sieht. Aber der Ponyschatz schwirrt weiter weiter munter durch die Welt, da wir rechtzeitig eingreifen und nicht warten bis die Problemchen zu einem PROBLEM herangewachsen sind. 🙂

    English Summary:
    New stable, new food – new problems?

    Thank goodness, there are none.
    All conditions were against us- weeks of hot, dusty weather. The move to the new stable (stress). The fact that there is no more haylage of suitable quality to be had, so the horses have to live on hay instead for a while.
    All of this did not bode well. But, if you accept the challenge and know your pony and it’s ailment well, it is worth a try. (But be cautious- for some really allergic chronical coughing horses, it is not possible to feed on dry hay without suffering serious reactions! You need to know previously if that is possible or not.)
    The wellknown measures were taken and daily inhalation and trusted and tried medication administered. A stable condition could be maintained like this. Just in case, we had our practioner have a look at him, because he was also displaying mild symptoms of a beginning trouble in the metabolism. This is probably still the stress and tear that was caused in the hospital with medications and treatment in late winter. And also the very varying quality of food they had in that period.
    Now that he is on a constantly good quality of feed and water, his body may have time to deal with the junk stuff that has been amassed in the cells during those stress-periods. Whatever the cause, we are helping him along now and are curious how long it takes until he will be fully restored.
    Thankfully, this is being taken care of while we notice the first mild onset. So we are not waiting for him to feel really sick and have a real big problem.

  • Glaður - horses - rider

    Geschenke

    Manchmal machen die Ponys einem Geschenke… In diesem Fall hat Gladur gleich mir UND Pauline eins gemacht- voller Vertrauen ließ er sie ohne jegliche Nervosität auf seinem Rücken sitzen. Sowohl unterwegs auf der Wiese, als auch ganz entspannt vor dem Stall.

    Pauline sitzt auf Gladur

    Synchron-Rasenmähen

  • fotoshooting - Glaður - horses

    Stoppelfeld-Feeling im Juni

    Die wochenlange Trockenheit verbrennt Wiesen und Felder, so dass es gerade nach Herbststimmung aussieht- wenn die Bäume nicht so grün wären. Da das Abendlicht aber so toll ist, hat Nele noch wunderbare Fotos von Gladur gemacht.

    Gladur schaut auf die große Wiese
    So sähe das aus, wenn man reiten würde… Habe ich natürlich nicht gemacht, sondern Nele hat nur die Kamera entsprechend gehalten.

    Gladur das Top Model
    Gladur kann auch mal ganz elegant gucken, wenn er will.

    Sommerfeeling
    Mehr Sommer geht nicht

  • fuzzhorse - Glaður - horses - moving in - moving out

    Das größte Ponyabenteuer- der Umzug

    Am 02.06.2018 war es soweit- der Umzug von Gladur auf die Happy Horse Farm stand an.
    Ich war richtig stark aufgeregt, Gladur schien eher erleichtert, das was immer so lange in der Luft lag nun endlich passieren würde.
    Gladur ist reisefertig

    Ganz ruhig ließ er sich fertig machen und schaute sich nochmal um. Dann ging er fleißig mit nach vorne und auf dem Weg zum Anhänger trabte er sogar zweimal und schlug übermütig mit dem Kopf.

    Auf den Anhänger ab ins Glück
    Das Einsteigen konnte ihm gar nicht schnell genug gehen- während wir uns noch begrüßten, versuchte er schon einzusteigen.

    Mal gucken was hier so los ist
    Wie, ich bin hier alleine- hattest Du nicht was von einer neuen Herde erzählt???

    Gladur wiehert
    Hallooooo- wo sind denn alle???

    Neue und alte Bekannte am Zaun
    Ahhh, das ist schon besser! Oh, die zwei kenne ich ja sogar.

    Unendliche Weiten auf der Wiese
    Oh, das ist ja alles groß hier, wo ist denn der Zaun von der Koppel eigentlich?

    Und dann am 09.06.2018 kam er endlich in die Herde. Das Ergebnis war spektakulär – nicht. Man traf sich, man gab ein bißchen an, man fraß.
    Zusammenführung

    Zusammenführung

    Auch im Paddock ist alles gut. Gladur ist ruhig und souverän, er belästigt niemanden und ist respektvoll mit allen Pferden, sogar mit denen, die er schicken kann.

    Er hat ganz einfach einen Ort gefunden, wo er sich wohlfühlt und bestätigt, was ich mir immer vorgesagt habe, wenn man versucht hat mir Zweifel einzureden: Mein Pony ist anständig! ♥♥♥

  • birthday - fuzzhorse - Glaður - horses

    Nachtrag 18.05.2018

    Das beste Pony der Welt (ok, eins der ZWEI besten Ponys der Welt) hatte Geburtstag! Am 18. Mai ist Gladur runde 20 Jahre alt geworden.

    Pferdegeburtstagskuchen
    Gladurs „Torte“

    Der „Kuchen“ besteht aus einer Handvoll von Gladurs Futter (ein Raufutter basiertes Strukturmüsli), einer kleinen Handvoll Haferflocken (die kernigen), einem ganz klein geschnittenen Apfelviertel und einer Banane. Daraus habe ich einen schnittfesten Brei zusammengematscht. Danach das Ganze in eine Herzform gepresst und dann mit Schwung gestürzt. Zur Zierde wurde dann noch mit Möhren und einer halben Banane dekoriert.
    Somit war das noch halbwegs gesund und er hat keinen Zuckerschock bekommen, wie das bei einigen Rezepten, die ich online gefunden habe, sicherlich passiert wäre.

    Liebe Leute denkt immer dran was in der Pferdefütterung gesund ist und was nicht. Wenn Banane und Möhre dabei sind, dann habt ihr schon mehr als genug Zucker und braucht auch nicht süßen!

    Pferdegeburtstag

    Wie man sieht schmeckt es. Die Deko wird zuerst gefressen.

  • fuzzhorse - Glaður - horses - recovery

    Läuft *g*

    Der beste Tag seit dem 19.02.- Gladurs allererster Trab. Und obgleich der noch etwas steif ist, lahmt er aber nicht.

     

    Ich kann nicht aufhören dieses Videoschnipselchen zu gucken. 😀

    English Summary:
    For the first time since his injury, Gladur was allowed to trot. And it looks good, he is a bit stiff and creaky, but he is not limping.
    I just can’t stop watching the video.

  • broken bone - Glaður - horse hospital - horses - shock

    Wenn der Traum beinahe endet

    Das Jahr 2018 ist nicht witzig, es hat bereits versucht mir zwei meiner besten Freunde wegzunehmen- einmal hat es gewonnen, einmal ich. Gleichstand, Mistkerl, würde ich sagen.

    Gladur wartet auf den Tierarzt

    Am 19.02. hat Gladur eine schwere Trittverletzung am Bein erlitten.
    Während wir auf die Tierärztin warteten, entfernte ich vorsichtig den Matsch von dem verletzen Bein und entdeckte bald, das es ordentlich unter dem dicken Fell blutete. Ich – und die Tierärztin- vermuteten eine tiefere Hautverletzung.
    Ohne Fell sah man eine tiefe, offene Wunde und darin die Sehnen und ein Knochenstück.
    Sie sagte das damit nur noch die Option Klinik bestünde, da es am Stall ohne Vollnarkose unmöglich sei, diese Wunde chirurgisch so zu reinigen, das keine Infektion in der Tiefe entsteht.

    Zum Glück waren Miriam und Tina nach hinten gekommen, um zusehen, was die Untersuchung ergab. Sie erkärten sich sofort bereit mit uns zu fahren.
    Die Tierärztin rief die Pferdeklinik Bargteheide an und bereitete Gladur zum Transport vor, während Miriam den Hänger holte. Die Wunde wurde mit einer ganzen Flasche Desinfektion gespült (er war noch sediert) und er bekam ein Schmerzmittel sowie einen weich polsternden Verband.
    Ich war die ganze Zeit total unnatürlich ruhig und hatte fast einen Blick von Außen auf alles. Möglicherweise Schock. Wie in Trance holte ich seine Transportpapiere aus dem Schrank und seine Decke und Beinschutz und machte ihn für den Transport fertig.

    Mittlerweile aus der Sedation wieder wach und unter voller Wirkung des Schmerzmittels spazierte er fröhlich mit mir nach vorne zur Halle und war sehr irritiert, das er da jetzt nicht rein sollte, sondern neben dem Anhänger kurz angebunden wurde, während wir unsere Sachen holten.
    Dann haben wir ihn aufgeladen und er ging brav wie immer ohne zu zögern in den Hänger. Nur als wir die Klappe schlossen wurde er sehr nervös. Wir fuhren los und Miriam versuchte möglichst nicht anhalten zu müssen, um ihm das Ausgleichen von Stopp und Anfahrt zu ersparen. Mit Hilfe vom Navi erreichten wir trotz vorsichtiger Fahrt nach ca. 1,5 Stunden Bargteheide. Die Klinik rief uns unterwegs einmal an, um zu fragen wie lange wir brauchen würden. Und als wir ankamen, standen schon alle für uns bereit.
    Nach dem Röntgen war dann auch klar, das die von uns erhoffte „einfache Lösung“ mit chirurgischer Reinigung der Wunde in Narkose leider nicht zutraf.
    Röntgenbild vom Griffelbeinbruch

    Die Verletzung war ein offener Trümmerbruch des Griffelbeins, der eine richtige OP und Klinikaufenthalt erforderte.
    Also ließen wir ihn schweren Herzens da. Und fuhren nach Hause.

    Am nächsten Tag fand die OP statt und als endlich der Anruf kam, das er wieder auf allen Vieren stand, war das die reinste Erlösung. Am nächsten Tag fuhren wir zu um um ihn ein bißchen aufzumuntern. Er war noch sehr benommen und hatte auch noch Schmerzen, aber ich glaube, er hat sich doch gefreut, das alle wichtigen Leute bei ihm waren. Nele, Yvonne, meine Eltern und ich haben ihm versucht ordentlich Sicherheit und Streicheleinheiten zu geben.

    Am Tag nach der OP

    Der Verband direkt nach der OP

    Die Erleichterung ist zumindest mir ins Gesicht geschrieben

    In der Klinikbox
    Die Zeit in der Klinik hat ihm gar nicht gefallen, er mochte seine kleine geschlossene Box überhaupt nicht. Er hat sogar angefangen extrem am Futter zumäkeln und kaum von deren wirklich guten Raufutter gefressen. Über mangelnden Appetit können wir uns hier zumindest nicht mehr beklagen, er frisst wieder mit großem Appetit.
    Nach fast zwei langen Wochen, da wir wegen des extremen Schneewetters nicht eher wieder mit Gespann fahren wollten, konnten wir ihn dann endlich wieder mitnehmen:

    Gleich geht es nach Hause

    Er hat sich sehr gefreut, als er wieder auf den Hof kam und Kalle wieder hatte, aber die Aufstallung in der Paddockbox hat ihn doch sehr irritiert und er tobte leider erstmal ein bißchen darin herum. Mittlerweile hat er sich einigermaßen beruhigt, aber er kann trotzdem vor Kraft nicht laufen und sieht gar nicht ein, das er nur maximal ein paar Schritte vor die Box darf.

    English summary:
    This long story is the drama that unfolded in February around my little troll horse. This year is not my friend, as it attempted to steal two of my best friends from me and was successful in one case, only here with the troll, I won.

    It was February 19, Gladur suffered a bad blow to his leg.
    The examination of the wound was only possible with the hair sheared off and what we say then, was not encouraging- a deep wound with sinews and bone visible. So this was kind of automatically a case for the horse hospital, as wounds like this demand surgery to clean them fully.
    At the hospital, the X-rays said that it would not be just cleaning but also removing a large part of the splint bone on the outside of the leg, which had fractured in a lot of pieces. So he had to stay there for surgery and treatment.
    After two long weeks, in which I tried to cheer up my more and more depressed pony that didn’t like being locked away in this small box and he even began to stop eating properly.
    Luckily, as soon as he returned home, that wasn’t a problem at all anymore. *g*
    He is very happy to be home, but he still doesn’t like his box very much, because all he wants to do is run around and kick up his butt.