









Alle Bilder auf denen ich zusehen bin sind von Laura oder Linda aufgenommen.










Alle Bilder auf denen ich zusehen bin sind von Laura oder Linda aufgenommen.
Heute morgen war das erste Pferd, was mir „Hallo“ sagte, der kleine Life.


Er war mal wieder unterm Zaun durchgekrabbelt, um ein bißchen Zeit mit den Großen zu verbringen.
Nach meinem Morgenspaziergang mit Gladur hatte ich dann ein Erlebnis der dritten Art- was ist denn nun kaputt?!
Gar nichts, Life will bloß Frühstück… Und Gladur ist anscheinend tief drinnen genauso dem Charme des Hengstchens verfallen wie wir anderen auch. *g*

Die beiden besten Ponies der Welt auf einem Bild! ♥ ♥ ♥



(Bild von Laura)
Heute sind einige von uns im Stall zu einem benachbarten Reiterhof gegangen, da dort die mobile Pferdewaage vor Ort war und wir freundlicherweise auch unsere Pferde zum Wiegen bringen durften.
Erstmal ein kleiner Spaziergang hin.


Dann ziemlich lange warten, warten, warten, da ein Schecke sich partout nicht mit der Waage anfreunden wollte…
Auf diesem Bild sieht Gladur total klein aus- lustig! Liegt vielleicht am abschüssigen Hofpflaster.

Dann rauf auf die Waage, wie erwartet war das gar kein Problem, auch wenn er es unheimlich fand, das sich der Boden hier etwas bewegt hat.

Kalle war ganz besonders geschickt und hat erstmal eine Extra-Runde Leckerlies einkassiert bevor er drauf gestiegen ist.

Und dann gings samt Plakette mit dem Gewicht wieder nach Hause.

Was er wiegt? 365 Kilogramm.
Die Bilder hat meine Mutter geknipst, vielen Dank, auch die Screenshots sind aus Clips von ihr. 🙂
English Summary:
Today, at a barn near the one where Gladur lives, they had the mobile scales for horses there and we could come, too and bring our horses to see what they were weighing. So a little group of us made a little walk to that barn, waited for an eternity while a piebald horse refused to mount the scales, then got all of ours without big trouble on the scales and weighed and then trundled happily back home.
And how much weighs Gladur? 365 kilogram.
All images have been taken by my Mum and the screenshots are taken from clips by her. Thanks a lot, Mum! 🙂
Gestern war im Stall die Fohlentaufe für Life und Aidan, der Anlass für eine kleine Feier, trotz typischem Hamburger Wetter. *g*
Aus Gründen der Persönlichkeitsrechte habe ich alle Gesichter verfremdet.
Die Täuflinge sind eingefangen und gleich geht es los, die Taufpaten Vivi, Melli und Mila stehen schon bereit:

Dann geht es los, Life und Aidan werden buchstäblich „begossen“ und erhalten viele gute Wünsche für ein langes Ponyleben mit auf Ihren Weg.
Miriam hat zu jedem Pony auch noch mal mit sehr passenden Worten beschrieben, woher die Lütten kommen und was sie für den Hof bedeuten. (Besonders Life).
Zuerst ist Life dran:

Dann Aidan:

Es gab dann eine Menge Applaus, was die Fohlen nicht gestört hat, Trubel kennen sie ja. Wir haben dann angestoßen und die Täuflinge bekamen Karotten. Danach hat sich die Festgesellschaft zum Feiern verzogen und die Kleinen durften wieder auf die Weide.
Mehr Bilder von der Taufe findet ihr auch unter folgendem Link von Pluto Tierschutz:
Fohlentaufe Bilder
Nicht vergessen werden soll auch Lifes Mami, die kleine Layla:

Die Ärmste bekam natürlich nix vom Futter ab, wie immer. (Sie hat Hufrehe gehabt)
Dieses Bild ist auch noch von gestern- was sind die Kleinen in letzter Zeit gewachsen. Und auch ihre Gesichter werden langsam pferdiger und verlieren das Fohlenhafte:

Diese hier sind vom sonnigen Mittwoch Abend:



English Summmary:
Yesterday, Life and Aidan got baptized with a bit of sparkly wine and with a little party for the guests. *g* The foals took it without ado and loved all the attention. The other pictures show Life’s mum, Layla and the two cute hairballs out on the pasture together- my they have grown!
Spring is very exhausting!
Reitpony Jährling Dean Martin

Shetty Tornado


Eigentlich müßte da nun Bodenarbeit 3 stehen, aber da Gladur und ich uns neu zusammenfinden, ist vielleicht 2.0 besser. *g* Oder eben reloaded.
Gladur und ich sind noch in der Eingewöhnungsphase, obwohl wir uns schon sehr gut verstehen, haben wir bisher keine „ernsthafte“ Arbeit gemacht, sondern ganz zwanglos uns gegenseitig ausgetestet. Hauptsächlich versuche ich mein Feintuning an seine superfeinen Reaktionen anzupassen und damit es dabei keine Dramen gibt, machen wir bisher nur Dinge ohne großes Konfliktpotential.
Deshalb sind wir momentan bei Dingen wie Halten, Rückwärts und Vorhandswendung in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (mit Kommando und annehmen des Führseils oder nur auf Stimmkommando, nur auf Körpersprache), Tempiwechsel in Schritt und Trab sowie ersten Seitengängen an der Hand. Gladur kann das alles, aber durch seine Sensibilität muss ich mich einfühlen, damit ich genau die richtige Hilfe in der richtigen Stärke zur richtigen Zeit gebe. Es ist zwar toll mit einem Pferd zuarbeiten, dass schon reagiert während man noch an die Lektion denkt, aber eben auch sehr anspruchsvoll für mich.
Gebe ich ein mißverständliches Signal ist er allerdings ziemlich freundlich in der Ablehnung der Hilfe, denn meistens bleibt er dann einfach stehen und guckt mich an. *g* Das könnte genauso gut auch heftig ausfallen.
Bisher waren wir nur am Stallhalfter unterwegs, aber da er ständig von sich aus Stellung anbietet und die bisweilen auch übertreibt, werde ich, sobald ich wieder vernünftig laufen kann, auf ein anderes Kopfstück wechseln. Trense spare ich mir noch auf, ein Kappzaum wird der nächste Schritt.
Außerdem waren wir auch noch nicht im Roundpen- hauptsächlich aus zwei Gründen- Gladur neigt zum Rennen wenn er sich unter Druck gesetzt fühlt, was durch ungenaue Hilfen ja durchaus noch mal passieren kann und im Roundpen kann er mir nicht ausweichen.
Und damit sind wir schon beim zweiten Grund. Ich selber mag keine Roundpens, ich fühle mich darin nicht wohl und ich mag auch nicht wirklich, das das Pferd keine Ecken als Rückzug hat (was der Sinn des Roundpens ist, ich weiß…)
Allerdings wächst man ja an seinen Aufgaben und deshalb werde ich, sobald ich wieder springen und laufen kann, mich mal an dieser Idee zur Freiarbeit orientieren- die macht mir nämlich Spaß und vielleicht macht sie auch den Roundpen zu einem guten Ort für mich und Gladur: http://www.wege-zum-pferd.de/artikel/freiarbeit/
Aufbauend an die geführte Kappzaumarbeit folgt dann auch Longieren, das haben wir schon erfolgreich am Bodenarbeitsseil angetestet. Außerdem machen wir immer ein paar Dehnübungen, die mal in Richtung Zirzensik wachsen können und wenn Stangen und Kegel rumliegen, dann nutzen wir die auch sehr gern. Ich versuche immer oft zwischen Arbeit nah am Pferd, mit kurzer Leine und direkter Hilfengebung am Pferd und freier Arbeit (am ganz langen Seil, wenn noch andere Reiter da sind oder halt ganz ohne Alles) zuwechseln und nutze beides auch passend zu seiner Tagesform, manchmal fühlt er sich ganz frei einfach besser und arbeitet dann auch motivierter mit.
Und es ist dann wirklich wunderbar, wenn das Pferd überall hin folgt, auf Fingerzeig abwendet oder rückwärts weicht und mittlerweile auch eine Vorhandwendung macht, wenn ich neben ihm stehe und selber eine solche Wendung andeute. Motiviert ist er eigentlich immer, meistens sogar ein bißchen zu sehr, dann muss man sich viele neue spannende Dinge ausdenken, damit er sich nicht langweilt.
Teppich ausrollen und Podest stehen auch ganz oben auf meinem Plan, aber zumindest fürs Podest muss auch erstmal das Knie (meins) heil sein.
Und wenn sich mal keiner von uns konzentrieren kann, dann gehen wir spazieren. Das ist dann übrigens mit Abstand Gladurs Lieblingsaufgabe. *g*

English Summary:
Here we are with ground work reloaded- theoretically it would be ground work 3, but heck, new horse -entirely new beginning. Just my ideas about it remain.
Gladur and me are still in the phase of getting used to eachother and so we are going slow, nothing „serious“ attempted, yet. Instead I am working on my own finetuning, so that I can learn to have just the right intensity for a signal when required.
Which means that we are mostly at the basics as halting, walking backwards correctly, turning around the forehand with varying levels of difficulty (with use of the leadline, just on command or fully at liberty), tempo-variations in walk and trot and beginning with lateral work when all went well until then in work.
So far, we have used a simple everyday halter, so that miscommunication wouldn’t have too grave effects, but by now we both seem to be looking for a finer means of connection, so it will be the cavesson, soon.
Gladur is fully schooled in all those lessons and trainings, so we are working at my pace, because I am very eager to be as less bothersome as possible for him, but he is a comparatively forgiving teacher. When something sounds weird to him, he just stops and gives me The Look.
Still it is both a delightful relevation and a daunting task to work with a horse that is already reacting while you still think about the next lesson.
What we didn’t try yet, is the Roundpen, mostly because he is not comfortable with pressure and wrong signals easily can cause that for him and I am still learning. And second because I am not comfortable with the concept of the roundpen. The horse has no chance to escape confrontation of any kind in a corner. So my plan to avoid any unpleasant things happening in there is to play at liberty in there at first and when we have established it as funspot, then we can attempt some work.
When I get started with the cavesson, something else I will do is longeing him correctly, we had a few nice attempts on the long rope for ground works, but this rope is not long enough for longer work, the circle would be too small.
For keeping work interesting, we always add some stretching excerises, or incoorporate pylons and poles into work. Also, I try to change often between inhand working close to the horse and on the long line or fully at liberty.
And there is nothing more wonderful than a horse that follows everywhere without a halter on, turns or moves backwards when I point my finger or turns around the forehand when I stand next to his shoulder and do the same. No strings attached. No „special“ whips, sticks or equipment and stuff needed. Just good communication. (And occassional carrot slices *g*)
Often I decide for one of the variations based on his daily form, and thusly get an always motivated horse, sometimes even slightly overeager. *g*
Next playful „tricks“ to come are unrolling of the carpet (to find a treat) and climbing the pedestal – but for the latter, I must fully heal my knee first, for I have an inkling that he’ll do the latter with verve and then I have to make room on top of it quickly, LOL!!
And when none of us can think straight, we go for a walk. And that is by far Gladur’s most favourite task!
Und jetzt ist so richtig Frühling!



Deshalb schaut man beim Beginn der Weidesaison durchaus zunächst mal in die Röhre…

Ich wüßte ja gern was Frökk und Muck gerade denken… *g*

Life is no picnic (most funny that in German this meaning is achieved by „Life is no barn full of ponys“ *snicker*) – so sometimes you have to face annoyances… I’d give a lot to know what Frökk und Muck are thinking right there… *g*
Viele Dinge im Leben verlaufen nach bestimmten Mustern- besonders wenn man zurückschaut sieht man, dass vieles vielleicht nicht ganz so zufällig war, wie man zu der Zeit dachte, als es passierte. Ich habe kürzlich auf meine Zeit mit Pferden zurückgeschaut, woher ich komme und wieviel ich erreicht habe. Dabei springt ein Muster ins Auge, drei große As haben den Weg geprägt und mit allen hatte ich nicht viel Zeit.
Aladin, ein Warmblut-Lippizaner Mix, hat mir das Reiten beigebracht, denn er war das Longenpferd, auf dem ich meine ersten richtigen Stunden nahm. Später hat er mir auch noch gezeigt wie man nicht runterfällt, wenn das Pferd plötzlich fröhlich losrennt weil eine Tür klappert. *g* Er war weit über zwanzig und ein Fliegenschimmel und ein sehr gutmütiger aber lebenskluger Lehrer, der sich mit straffen, energischen Tritten bewegt hat.
Attaché, ein brauner Hannoveraner Hengst, hat mir Selbstvertrauen und feines Reiten nähergebracht, denn es gab (fast) nichts vor dem er sich erschrocken hätte. Seine Ausbildung war so unendlich besser als meine und trotzdem hat er mit Geduld mitgeholfen, mir den Weg zu zeigen. Mit ihm habe ich auch sehr viel über den Umgang mit Pferden gelernt, über vorausschauendes Handeln und freundliche Konsequenz im Umgang mit dem Pferd. Das war nötig, sonst hätte ich als Jugendliche nicht mit einem Hengst sicher umgehen können.
Er war ein bißchen reserviert, da wir Menschen auch die nötige Distanz wahren mussten, um unnötige Rangfragen zu vermeiden, aber er hatte trotzdem ein Herz aus Gold und hätte alles für seine Menschen gegeben.
Amor, der zweite alte Fliegenschimmel, schließt nun Jahre später den Kreis. Er hat mir sein Vertrauen geschenkt- und mir nicht nur beigebracht, wie man sich in einer Herde benimmt, sondern auch, wie das geht, wenn ein Mensch und ein Pferd miteinander „sprechen“ wollen. Geduldig hat er mir dabei geholfen nicht nur zu verstehen, was er mir sagen wollte, sondern auch wie ich darauf angemessen antworten konnte. Zum ersten Mal durfte ich fühlen, dass es das berühmte „unsichtbare Band“ zwischen Pferd und Mensch, von dem in einigen Büchern geschrieben wird, wirklich gibt. Wir konnten uns auf Augenhöhe begegnen und wenn man das einmal getan hat, dann möchte man es nicht mehr anders versuchen. Somit hat er nicht nur mir ein Geschenk gemacht, sondern auch allen Pferden, die ich in meinem Leben noch kennenlernen werde.
Keiner der drei ist noch hier. Und ein bißchen fühlt es sich so an, als wäre nun mit Amor meine Anfangsphase im Umgang mit den Pferden abgeschlossen. Ein neuer Abschnitt fängt nun an, nicht nur, weil er nicht mehr da ist.
Und auch mein neuer vierbeiniger Lehrer ist etwas Neues, ein kleines Gangpferd, diese kannte ich bisher immer nur „von der anderen Seite des Zauns“.
Und er vereint auf faszinierende Weise den Mut und die Gelassenheit ursprünglicher Ponys mit der Sensibilität, Feinheit und Spritzigkeit, die ich bisher nur von hochblütigen Pferden kannte. Zusammen mit seiner Intelligenz ist das allein schon eine Herausforderung für mich und zusammen werden wir sicher noch viel lernen. Im Moment jedoch lerne ich von ihm, werde aufmerksam, achtsam und fein, so dass wir uns irgendwann auf seinem Niveau treffen können.
English Summary:
The patterns of life…
A lot of things in life have patterns, which you often see when you look back on things. I have recently looked back on my experiences with horses and three horses really stand out as milestones. They all begin with „A“, they all taught me an essential thing and with all of them I had much less time than I would have loved to have.
Aladin, a mix of warmblood sporthorse and Lippizaner, has taught me how to sit on a horse, because he was the one who carried me through the very first lessons on the longe-line. Later, he also showed me not to fall off when he did one of his infamous mischievous sprints because he feigned to shy from the clapping of a door. *g* He was way past twenty and a fleabitten gray, a kind but shrewd teacher, who moved with very energical strides.
Attaché, a bay Hanoverian stallion, gave me braveness and selfconfidence and a glimpse at riding with fine signals. He was afraid of almost nothing. His training-level was sky-high beyond mine, but still he was very forgiving and patient and always tried to help me along in my attempts beside him and on his back. He taught me a lot about handling horses, too, about planning ahead and being fair and consistent in my actions. Otherwise I couldn’t have savely handled a stallion on my own, while being an adolescent.
He was a tad bit reserved in his personality, probably because we were keeping our distance as well, to avoid fights about rank, but he had a heart of gold and would have given his all for his humans.
Amor, the second old fleabitten gray, has now, years later, closed the circle. He gave me his friendship and trust – and did not only teach me how to behave in a herd, but also how you do it, when you want to „speak“ to a horse. Patiently, he taught me to understand horse and to be able to answer in an understandable manner. For the first time, I caught a glimpse at the so called „invisible thread/connection“ between horse and human, that some books tell about. I learned to meet horses as „equals“ and to pay heed to their ideas when asking them something to do. (This does not mean that we did only what the horse wanted! There was still a demand of tasks, only more respectful than before) If you experience this once, you never want it in a different way and so he did not only gift me with this opportunity, but every horse I might still meet in my life.
None of the three is still here. And it feels a bit as if a part of my horse-ish education ended with Amor’s passing. It was a bit like the end of an era and now a new chapter can begin in this book of my life.
And fitting this notion, my new fourlegged teacher is a novelty to me, too. A small gaited horse- one of those, who I only knew from the other side of the fence so far.
He combines in a very fascinating way utter bombproofness with sensitivity, eagerness to please with high spirits. Together with his cleverness, this is a challenge all in itself and I am sure, we will learn a lot on our way together. Right now, he is schooling me, though, teaching me to become attententive, aware and precise, so that we shall meet on his level in the future.
Wer gestern zu lange hier war:



Sieht heute morgen so aus:

Frohe Ostern / Happy Easter!

Gehe nicht vor mir her, vielleicht folge ich dir nicht. Geh nicht hinter mir, vielleicht führe ich dich nicht. Geh einfach neben mir und sei mein Freund. (Albert Camus)

Don’t walk behind me, I may not lead. Don’t walk in front of me, I may not follow. Just walk beside me and be my friend. (Albert Camus)
Nach dem ich so plötzlich „meine“ Pferde verloren habe, hatte ich zumindest Trost in der Tatsache, das ich auf jeden Fall auf dem Hof bleiben durfte. 🙂
Miriam hatte auch schon eine Idee und so darf mich nun der Isländer Glaður auf andere Gedanken bringen und ablenken und wenn ich Zeit und Lust habe, darf ich mit den Shetties an deren Grunderziehung arbeiten.
Glaður (= Der Fröhliche)


Und die Shetties kennt ihr ja schon, aber hier sind zwei aktuelle Bilder von den Schlingeln.
Layla und Life:

Layla:

Life:

English Summary:
When I very recently lost so suddenly both of „my“ horses, I found consolation in the fact, that the people at the barn wanted me to stay there. 🙂
Miriam had already an idea and so her Islandic horse Glaður is going to chase the sad thoughts from my mind. Assisted by the Shetland Ponies, because I may help train the basic manners for every horse whenever I feel like it and have some time left.
So above you get to meet Glaður and get some up to date pictures of the Shetties.
~*~
Pferde treten in unser Leben
und begleiten uns eine Weile.
Einige bleiben für immer,
denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen.
~*~

~*~
Horses step into our lives
and accompagny us for a while.
Some of them stay forever,
because they leave trails across our hearts.
~*~
„…Und wenn ihr sie auch vermisst
und weint, weil sie nicht bei uns ist,
so denkt dran, im Himmel, wo es sie nun gibt,
erzählt sie stolz: „Ich wurde geliebt!“…“

Immerhin sind die anderen ja auch noch da. Goldi hat die letzten Wochen eine Zitterpartie hingelegt, aber so wie sie heute drauf war, kann man vielleicht ganz vorsichtig optimistisch sein, das sie es sich nochmal überlegt hat.

Und dann sind da ja noch die lieben Kleinen, die einen immer gern ablenken.
Layla:

Life und sein „Ziehvater“ Billy:

Don’t cry for the horses that life has set free,
A million white horses forever to be.
Don’t cry for the horses, now in God’s hand,
As they dance and they prance in a heavenly band.
They were ours as a gift, but never to keep,
As they close their eyes forever to sleep.
Their spirits unbound, on silver wings they fly,
A million white horses against a blue sky.
Look up into Heaven, you’ll see them above,
The horses we lost, the horses we loved.
Manes and tails flowing, they gallop through time,
They were never yours, they were never mine.
Don’t cry for the horses, they’ll be back someday,
When our time is gone, they will show us the way.
Do you hear that soft nicker? Close to your ear?
Don’t cry for the horses, Love the ones who are here.
(Author unknown)

Tschüß Amor! Uns war nur wenig Zeit vergönnt, aber ich habe jede einzelne Minute genossen. Machs gut auf der immergrünen Wiese und sag denen, die dir vorausgegangen sind, hallo von mir.
Was steht denn gerade auf dem Stundenplan?
Beim Clickertest habe ich eine Fliegenklatsche als Target eingeführt, die von Amor auch begeistert bestupst wird. Er hatte bereits nach fünf Wiederholungen verstanden, das er die Klatsche berühren muss. Das war gestern.
Heute ist er bereits mit der Nase der Klatsche zum Boden gefolgt und auch nach oben, obwohl ihm das schwerer fällt. Auch das seitliche Biegen hat er samt Target gemeistert.
Daraufhin habe ich die Klatsche durch meine linke Hand ersetzt und siehe da- Transferleistung geglückt, da wird auch gestupft. Genauso an einer Gerte und einem Handtuch. Amor hats verstanden.
Die Fliegenklatsche findet er aber irgendwie am Tollsten, denn der ist er sogar gefolgt, um daran weiterzustupsen.
Und als wir schon fertig waren und etwas ganz Anderes gemacht haben, da hat er die Klatsche auf den Putzkästen gesichtet und ist gleich hingestiefelt und hat sie ganz triumphierend angestupst. (Dafür gabs dann aber nichts…)
Jetzt lernt er das Wort „Target“ dazu, damit er in Zukunft nur noch aufgefordert stupst. „An der Hand gehen“ kann er ja schon ganz gut, das machen wir dann morgen mal in Kombination, das dürfte er jetzt noch besser verstehen, nachdem er das Target kennengelernt hat.
Außerdem sind wir gerade dabei, das Rückwärtsgehen auf Handzeichen neu zu lernen. Bisher habe ich ihn immer vor mir her rückwärts geschickt, das fand er ätzend. Wenn ich mit ihm gemeinsam rückwärts gehe, dann geht das gleich viel besser.
Goldi war mit der Fliegenklatsche komplett überfordert und- nach einigen ratlosen Schnapp-Attacken („dann mach ichs halt kaputt“)- auch nicht mehr interessiert- immerhin weiß sie genau in welcher Jackentasche das Futter ist, also besser dahin mit der Nase und da warten. Das war gestern.
Sowohl heute als auch gestern hat Goldi vom Tor aus Amor und mir beim Üben zugucken können. Und wenn sie nicht gerade aufgeregt hinundhergerannt ist („der kriegt Essen und ich nicht“), dann hat sie schon interessiert geschaut. Deshalb war ich heute sehr neugierig was passieren würde.
Mit der Fliegenklatsche war alles genau wie gestern, absolute Verständnislosigkeit. Also mal ein bißchen Goldi-Logik anwenden- wenn sie keinen Bezug zu irgendwas hat, dann ist es meist auch nicht sehr spannend für sie. Die Fliegenklatsche sagte ihr also gar nichts. Dann also besser einen gewohnten „Gegenstand“.
Wie ist es dann mit der Hand? Oh Wunder, Goldi stupfte recht motiviert. Ob sie es schon verinnerlicht hat, sehe ich morgen. Positiver Nebeneffekt- sie kriegt nur was, wenn sie nicht schnappt, also nur bei sanfter Berührung. Ich hoffe sehr, das das ihrer Fressgier allgmein gut tut und sie zukünftig durch sachtes Stupsen bettelt.
Außerdem lernt Goldi gerade das Kopf senken / am Boden schnüffeln mit dem Kommando „Such“. *g* Da sie sich gerne mal aufregt ist das relativ sinnvoll, da die tiefe Kopfhaltung ein Pferd entspannt. Zudem kann man damit auch gezielt die Aufmerksamkeit auf ein Bodenhindernis richten.
Beide Pferde machen das allerdings schon recht gut auf das Wort „Schau“- dann folgen sie mit den Nüstern meiner zeigenden Hand bis zum Boden oder dem Gegenstand.

English Version will follow soon.


Wo wir stehen:
Seit die Pferde wieder am Stall stehen, also Platz und Halle in direkter Reichweite sind, habe ich mit „ernsthafter“ Bodenarbeit angefangen. Je nach Zeit und Laune machen wir das 1-2 Mal pro Woche. Einzelne Sachen auch immer zwischendurch.
Das Führen von Bahnfiguren, über Bodenstangen, durch kleine Geschicklichkeitsübungen und Abfragen von Grundlektionen ist zwar nötig, da es der Gymnastizierung hilft, aber die Beiden finden das ungefähr genauso spannend wie eine Reitstunde die immer genau gleich abläuft. Viel spannender finden sie es (oder zumindest Amor), wenn sie freilaufen und direkt mit mir in Kontakt treten können. Deshalb machen wir jetzt immer eine Mischung aus beidem, so dass nicht nur „Doofes“ dran kommt, sondern auch ein bißchen was für den Kopf.
Trotzdem muss ich mir für jeden ganz unterschiedliche Dinge ausdenken, denn wo Amor begeistert neue Dinge ausprobiert und sich als wahrer Meister im Lesen von Zeichensprache entpuppt hat und zudem schon eine Menge (Boden-)Lektionen aus seinem langen Leben noch top parat hat, da ist Goldi, gerade wenn sie alleine ist, an manchen Tagen schon überfordert wenn man sie vom Strick losmacht und sie plötzlich alleine etwas entscheiden soll.
Nach dem Lesen einiger Bücher, ist schon klar, das alles nur mit positiver Verstärkung, oder auch Belohnungslernen, vermittelt werden wird, aber nach haargenau nach den Buchkonzepten nacharbeiten klappt bei uns nicht, weil wir im Sommer auf der Weide bereits eine funktionierende Kommunikation quasi im Nebeneffekt entwickelt haben, die eine Mischung aus mehreren Methoden ist.
Da ich übers Clickern nur Gutes gelesen hatte, habe ich das nun zwei Tage lang bei Amor begonnen einzuführen (aber mit Lobwort statt Click)- wie erwartet hat er es auch sofort verstanden, allerdings hat er sich zunehmend irritiert gezeigt, dass er ständig beim Problemlösen unterbrochen wird um etwas zu fressen. Da er die Worte „ja“ und „weiter“ als „gut so, mach das weiter“ versteht, reicht ihm das völlig als Hinweis das dies der richtige Weg ist und probiert so lange bis er per Stimmlob erfährt das dies die gewünschte Aktion war. Natürlich nimmt er dann auch gerne ein Leckerlie. Im weitesten Sinne sind das immer noch die Clicker-Prinzipien (mit „Keep Going“ Signal etc.) aber das extrem kleinschrittige Loben geht ihm anscheinend auf den Zwirn.
Goldi wiederum ist oft so verspannt (innerlich wie äußerlich), das man sie erstmal wie im Wortsinne „an die Hand nehmen“ muss, um sie in einen Zustand zuversetzen, in dem sie aufnahmebereit ist. Und das kreative Probieren scheint ihr recht neu zu sein, sie ist dann fast schüchtern, so dass man zur Beruhigung immer wieder Dinge machen muss, die sie gut kann.
Darum bleiben wir bei der Misch-Methode, auch wenn sie so vielleicht einen Tick langsamer lernen, Spaß haben sie dabei auf jeden Fall, anderenfalls würden sie nicht auch noch im Paddock zum „Arbeit-Spielen“ auffordern und sich immer am Tor streiten wer zuerst raus darf.
Wo wir hin möchten:
Ich möchte fröhliche Senioren um mich haben, die sich gebraucht fühlen und gerne Mitarbeiten und die Welt mit mir erkunden. Das Vertrauen und Verstehen im Umgang soll noch weiter wachsen. Wenn sie dabei noch den einen oder anderen Trick lernen, um so besser.

English Version will follow soon.
(pennen= slang word for „to sleep“)

